Wissenschaftlicher Durchbruch an der Universität Würzburg

Unbemerkt von der Weltöffentlichkeit ist vor wenigen Wochen in Würzburg ein sensationeller wissenschaftlicher Durchbruch geglückt. So hat ein namentlich noch nicht bekannter Forscher der renommierten Universität nach mindestens acht Jahren ununterbrochenen Forschens herausgefunden, wie man ein Fenster schließt! Unserem Wissenschaftsreporter sagte der Forscher:

Seit wie vielen Jahren dieser Versuch jetzt genau läuft, weiß ich nicht. Dennoch erfüllt es mich mit großem Stolz nun herausgefunden zu haben, wie man das Fenster direkt am Hauseck an der Seite Stephanstraße/Hörleingasse in Würzburg schließt. In all den Jahren war es Sommer wie Winter geöffnet. Wir sind halb verzweifelt, weil es selbst bei minus 20 Grad Außentemperatur immer geöffnet war und wir die Heizung so dauernd höher stellen mussten. Die für den Steuerzahler so angefallenen Heizkosten sind zwar signifikant, aber kein Vergleich zu dem nun dadurch ermöglichten wissenschaftlichen Durchbruch. Ich danke auch der Universität für ihre unermüdliche Unterstützung in all den Jahren, konnte doch jeder Passant, jeder der das Gebäude betrat, meinen Versuch direkt und deutlich erkennen. Nachdem nun das Fenster zum ersten Mal seit mindestens acht Jahren geschlossen ist, bin ich auf meine Leistung so stolz, dass ich zuversichtlich bin den Nobelpreis zu gewinnen.

Update:

Wie mir auf Twitter von der Universität mitgeteilt wurde, ist der betreffende Raum von der Regierung von Unterfranken genutzt. Damit gratuliere ich dem darin „arbeitenden“ Beamten ganz herrlich dazu, dass er es nach mindestens acht Jahren herausgefunden hat, wieso er im Winter die Heizung hochdrehen muss und deshalb das Fenster geschlossen hat. Es stand nämlich Sommer wie Winter offen, völlig egal ob es Minus 20 Grad hatte. Gleichzeitig gratuliere ich all seinen Vorgesetzten und im Besonderen dem Regierungspräsidenten und dem Bezirkstagspräsidenten dazu, dass sie es geschafft haben, sich derart vom Volk zu entfernen, dass eine so offensichtliche Steuergeldverschwedung sie einen Dreck interessiert.

Und es schließt sich doch! Das seit mindestens 2008 ununterbrochen, Sommer wie Winter, gekippte Fenster kann tatsächlich geschlossen werden. Hier der Fotobeweis.

Und es schließt sich doch! Das seit mindestens 2008 ununterbrochen, Sommer wie Winter, gekippte Fenster kann tatsächlich geschlossen werden. Hier der Fotobeweis.

Und ganz ohne Sarkasmus: Ich bin beeindruckt, dass man nun, nach über acht Jahren Heizen der Landschaft auf Kosten des Steuerzahlers, gemerkt hat, dass man Fenster tatsächlich auch schließen kann. Gratulation!

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