Warum die Integration scheitern wird (2)

Dies ist der zweite Teil zur Integration der aktuellen Zuwanderer. Hier finden Sie den ersten Teil.

 

Es fehlt die attraktive Kultur

Samuel P. Huntingtons „Kampf der Kulturen: Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert” ist ein Buch, dessen Inhalte gerade in diesen Tagen äußerst interessant sind. In einem Kapitel geht er beispielsweise auf die Indigenisierung der Kulturen ein. Überall in der Welt hatten Völker oder auch nur die Eliten ihre eigene Kultur abgelegt, weil sie bei der Machtfülle des Westens einen Weg zum Erfolg und zur Übernahme von dessen Erfolgen die zwingende Aufnahme westlicher Werte und der westlichen Kultur als Voraussetzung erwarteten.[Huntington, Samuel P.: Kampf der Kulturen. Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert, München 2002, S. 136ff.]

In Zeiten, in denen der Westen mit jedem Tag weniger mächtig ist, wird diese Beziehung zwischen Erfolg und westlichen Werten jedoch mit jedem Tag als weniger notwendig empfunden. Gleichzeitig besinnen sich immer mehr Völker auf ihre frühere Kultur und die früher vorherrschende Religion zurück. Begründet wird dies u.a. mit dem rasanten Wandel der Gesellschaft innerhalb der jeweiligen Generation. In Zeiten, in denen sich die Welt in Windeseile verändert, suchen die Menschen nach Halt, nach einer Identität. Wie Huntington erklärt, braucht man für eine Vertretung seiner Interessen zunächst eine Identität. Diese wird nun in zunehmendem Maße wieder in der Religion gesucht.

Die westliche Kultur, vor allem aber die Deutsche, hat den Zuwanderern wenig zu bieten. Zunächst einmal muss klar sein, dass die überwältigende Mehrheit der Migranten nicht nach Deutschland kommt, weil sie Deutschland lieben. Weil sie es nicht erwarten können, auf den Spuren von Goethe und Schiller zu wandeln und sich Weimar anzusehen. Auch träumen sie nicht davon, in Lederhosen auf dem Oktoberfest zu sitzen und auf „oans, zwoa, gsuffa” ihre Maß Bier auf Ex zu trinken. Sie kommen aus wirtschaftlichen Gründen her, weil sie hier ihre größten Chancen sehen, sei es nun wegen der starken Wirtschaft oder des großzügigen Sozialsystems. Ansonsten hätten sie auf ihrem Weg nach Deutschland nicht bereits eine Vielzahl freier Länder durchquert, ohne um Aufnahme zu bitten. Nicht wenige werden dabei noch nicht einmal wegen der Freiheit kommen, sondern weil sie davon ausgehen, in Deutschland ihre Freiheit zu leben, also gegebenenfalls auch ihre orthodoxe Islamauslegung.

Kurzum: Die Mehrzahl der Menschen wird nicht kommen, um Deutsche in Deutschland zu werden. Sie kommen, um freie Menschen, mehrheitlich „freie Muslime”, in einem freien und großzügigen Land zu sein. Darauf lässt zumindest die Vergangenheit schließen.

Während sie also aus wirtschaftlichen Gründen kommen, gibt es keinen inhärenten Grund für sie, sich anzupassen. Ob Sozialhilfe oder Job, beides werden sie auch bekommen, wenn sie weiter geistig in ihrem Ursprungsland bleiben. Nicht zuletzt auch, weil jede Diskriminierung deswegen ja inzwischen streng verboten in Deutschland ist und für einen potentiellen Arbeitgeber oder Vermieter empfindliche finanzielle Folgen haben kann. Durch ihre räumliche Konzentration (siehe oben) wird ein guter Teil kein Deutsch lernen und entsprechend im Sozialsystem hängen bleiben.

Dazu kommt, dass die deutsche Kultur auch keine Sogwirkung entfaltet. Es mag weltweit Liebhaber von Beethoven, Mozart und Goethe geben, die gerade kommenden Menschen kommen jedoch nicht deshalb, sie werden zumeist diese Namen noch nicht einmal gehört haben. Dazu kommt, dass es zur deutschen Kultur inzwischen gehört, in Selbsthass zu zerfließen. Wegen unserer Geschichte kennt dieses Land kaum noch Nationalstolz. Erst seit wenigen Jahren ist das Zeigen der Nationalfahne üblich, und auch nur zur Fußball Europameisterschaft oder Weltmeisterschaft. 2006 und in den Jahren darauf war es ein großes Thema, dass tatsächlich viele Deutsche ihre Nationalfarben zeigen.[http://www.focus.de/sport/fussball/wm2006/wm-euphorie_aid_110355.html abgerufen am 07.03.2016.] Es wurde gefragt, ob man das eigentlich darf. Und überhaupt: Eigentlich sind das ja alles nur böse Menschen, die ihren Nationalismus ausleben, so schrieb beispielsweise die Süddeutsche Zeitung.[http://www.zeit.de/sport/2012-06/fans-deutschland-nationalismus-stolz abgerufen am 07.03.2016.] In Paris kann man dagegen in der Innenstadt an jedem beliebigen Ort mindestens zehn Nationalfahnen hängen sehen. In deutschen Parlamenten sitzen Parteien, auf deren Veranstaltungen „Nie wieder Deutschland” skandiert wird und die einen Bezug auf das deutsche Volk aus Amtseiden streichen wollen.[http://www.welt.de/print/wams/nrw/article114078421/Streit-um-Eid-auf-deutsches-Volk.html abgerufen am 09.10.2015.]

Das deutsche Volk ist derart von einer Ablehnung jeden Nationalstolzes besessen, dass ich mich alleine mit diesen Zeilen vermutlich bereits der Vermutung aussetze, ein „Nationalist” zu sein. Etwas, das in Deutschland kurz vor dem Kinderschänder in der öffentlichen Respektabilitätsskala rangiert.

Doch erklären Sie mir, wie man Fremde davon überzeugen soll, mit ganzem Herzen Deutsche zu werden. Wie soll man einem stolzen arabischen Muslim, einem Ashanti aus Ghana oder einem Xhosa aus dem Süden Afrikas erklären, dass er eine fremde Identität annehmen soll, wenn diese aus Selbstverachtung besteht? Ganz ehrlich: Da würde ich an Stelle der Immigranten auch bei meiner eigenen, in Deutschland fremden, Kultur bleiben.

Erfolgreiche Einwanderungsländer machen es hier übrigens vor, wie es geht. Wer es in die USA auf legalem Wege geschafft hat und nach der notwendigen Wartefrist mit einer Green Card endlich Staatsbürger werden darf, der lässt in der Regel keine Zeit verstreichen um dies zu werden. Mit Stolz wird die neue Nationalhymne angestimmt, während man sich stolz als „Amerikaner” bezeichnet. Solch eine gemeinsame Identität, solch ein gemeinsamer Nationalstolz bedeutet von Seiten der USA mitnichten einen Nationalchauvinismus. Es bedeutet auch nicht, dass die USA in die Tradition des Dritten Reiches treten wollte. Es bedeutet übrigens auch nicht, dass der Einwanderer seine Identität aufgeben müsse. Der irische Einwanderer kann durchaus Ire bleiben, er hat jedoch etwas, das ihn mit dem sino-Amerikaner verbindet. Ein solches Bindeglied fehlt in Deutschland für die Integration, wie schon allein die immer wieder aufflammende Debatte um eine „Leitkultur” belegt. Dass aber überhaupt darüber diskutiert werden muss, belegt das Dilemma.
Um es zusammen zu fassen: Es fehlt eine Leitkultur, die aus sich heraus eine solche Attraktivität hat, dass die Zuwanderer in ihrer Masse es gar nicht abwarten können, endlich ein Teil von ihr zu werden. Erleichtert wird dies übrigens auch durch unser pluralistisches System, das selbst für den Empfang von Sozialhilfe ausschließlich die physische Präsenz im Land erfordert und nicht etwa auch Sprachkenntnisse oder ein Bekenntnis zum Grundgesetz. Daher ist ein bereitwilliges Aufnehmen unserer Kultur durch die Masse der Zuwanderer nicht zu erwarten.

Wenn eine Ortschaft, deren Bevölkerung um 20 Prozent durch eine Flüchtlingsunterkunft gewachsen ist, einen Regelkatalog mit Selbstverständlichkeiten aufstellt, umgehend als rassistisch bezeichnet wird, gibt es wenig Grund zur Hoffnung. Wenn schon das Erklären man solle fremde Grundstücke nicht betreten, junge Frauen nicht belästigen, seinen Müll nicht einfach fallen lassen und Toiletten benutzen rassistisch ist, wie soll dann eine eigene Kultur kraftvoll verteidigt werden?[http://www.bild.de/news/inland/buergermeister/erstellt-benimm-regeln-fuer-fluechtlinge-42931190.bild.html abgerufen am 09.10.2015.]

Wie soll derartiges in einem Land erwartet werden, wo ein Professor fordert, Arabisch als Pflichtfach einzuführen, weil so „ein Zugang zur arabischen Welt möglich [sei]. Wir würden damit anerkennen, ein Einwanderungsland und eine mehrsprachige Gesellschaft zu sein.[http://www.spiegel.de/schulspiegel/arabisch-in-der-schule-alle-kinder-sollen-die-fremdsprache-lernen-a-1075512.html abgerufen am 28.02.2016.]” Damit wird de facto gefordert, die Deutschen sollten sich den Zuwanderern anpassen. Eine deutlichere Selbstaufgabe kann es kaum geben. Dagegen kann die Geschichte um eine Multikulti-Toilette kaum noch erregen. Wie die FAZ berichtete, hat in deutscher Sanitärhersteller eine Toilette entwickelt, auf der man sein Geschäft sowohl im Sitzen, wie auch im Hocken verrichten kann. Tatsächlich ist es in Deutschland nämlich zu viel verlangt, den Zuwanderern beizubringen, wie hierzulande die Gewohnheiten sind, was das Defäkieren angeht.[http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/die-multikulti-toilette-ein-klo-das-jeder-benutzen-kann-14043644-p2.html abgerufen am 28.02.2016.]

 

Dies war ein Auszug aus „Nein, wir schaffen das nicht!“ (ISBN-13: 978-1530448975) das Sie hier bestellen können:

 

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