Trump ist Hitler

Ob Sie die Vergleiche von Trump mit Hitler, der NS-Zeit oder den 1930er Jahren gelesen haben, muss ich Sie nicht fragen. Man kann ja keine Zeitung öffnen, ohne dass einem dies entgegen springt. Was die schlauen Kommentatoren jedoch übersehen haben, ist dass Trump nicht etwa wie Hitler ist, sondern dass er Hitler ist! Denn: Es gibt keine Belege, wo er vor 1946 war. Erst Recht in der Zeit vor dem Mai 1945 wird sein Verbleiben überhaupt nicht belegt. Er muss also Hitler höchstselbst sein. [Das war Sarkasmus]

Doch all die hysterischen Kommentatoren vergessen regelmäßig, den einen wirklich angebrachten Hitler-Vergleich zu bringen. Nämlich den, in dem sie fragen, was denn Trumps Versailles war. Adolf Hitler ist ohne den Friedensvertrag von Versailles nicht denkbar (dieser ohne Hitler aber schon). Wieso fragen also nur so Wenige, was Donald Trump überhaupt erst ermöglicht hat? Was hat die republikanischen Vorwähler dazu gebracht den Spinner und Clown (so habe ich ihn selbst genannt) zu wählen, den jeder Experte (und auch ich) für chancenlos hielt? Was hat sie dazu gebracht, Trump in der Wahl selbst zu wählen, auch nachdem seine „grab ‚em by the pussy“ Aufnahme aufgetaucht ist?

Wird dieser Vergleich vielleicht nicht gemacht, weil die Antwort „die Presse, die Eliten, Obama“ lauten könnte? Was der Presse, den Eliten und Obama nicht gefallen könnte.

Aber fragen Sie jetzt mal, wieso Donald Trump gewählt wurde. Weil die Weißen zurückgeschlagen haben. Wegen des Rassismus der Weißen. Weil sie nicht gebildet genug sind. Weil sie abgehängt sind usw. usf. Dabei ist genau diese Antwort die Antwort – nur eben inhärent, nicht in dem was ihre Worte besorgen. Weil offensichtlich einer Mehrheit der Wähler in den für das Electoral College notwendigen Staaten genug davon hatten, von Tofu fressenden Veganern in Sandalen, mit einem Abschluss in Gender(un)wissenschaften und Dreadlocks erklärt zu bekommen, dass der islamische Terrorismus nicht mit dem Islam zu tun habe, dass es nicht etwa nur zwei Geschlechter gäbe, sondern unzählige, dass sie Rassisten seien, wenn sie gegen eine Zuwanderung seien, von der sie sich eine erhöhte Kriminalität oder gar Terrorismus erwarten, wenn sie verlangen, dass man als Einwanderer wenigstens die Gesetze befolgt und nicht einfach nur über die Grenze kommt, etc. pp.

Die Leute hatten offensichtlich einfach die Schnauze voll von dem, was Washington und die Eliten ihnen als Lebensweise vorschreiben.

Ich ging fest davon aus, dass Donald Trump keine Chance auf eine Wiederwahl haben würde. Wenn die Medien jetzt so weitermachen, dann kann er sich nur noch selbst von einer zweiten Amtszeit abhalten. Das, was die Leute dazu gebracht hat ihn zu wählen, gibt es jetzt auf Steroiden.

 

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Ein Gedanke zu „Trump ist Hitler

  • Hallo Thorsten.

    Donald Trump hat seinen Wahlkampf, wie es sich gehört, über die Basis gewonnen, mit einer klassischen 18 Monate Wahlkampftour und fast täglich wo anders eine Rede halten. Das war ein wichtiger teil seiner Wahlkampftaktik, der andere wichtige teil war vom ersten Tag an die Massenmedien zu dominieren, um deren Berichterstattungsrahmen strategischen abzustecken.

    Man sollte sich einfach mal fragen, wieviel Genialität da eigentlich hinter steckt, wenn eine Wahlkampfspezifische Markenbildung und der darauf abgestimmte Medienpopulismus, wie geplant allumfassend funktioniert hat. Sogar soviel, das alle seine Mitbewerber und selbst eine gestandene Diplomatin wie Hillary Clinton, ihre ursprünglichen Wahlkampfstrategien für das oppositionelle Wahlkampfrennen über Bord werfen und wie bei einer Re-election in einen politisierten Negativ-Wahlkampf einsteigen, gegen jemanden der nach seiner eigenen und stetig wiederholten Wahlkampfaussage überhaupt kein Politiker ist.

    Man sollte einen Donald Trumps Professionallität als Selbstanspruch in allem was er tut, einfach nur nicht unterschätzen. Ihm als gestandener Medienprofi war selbstverständlich klar, das Hillary Clintons hauptsächliches Wahlkampfinstrument die Massenmedien sein werden. Bis auf Foxnews haben alle anderen großen Mediensender für Hillary Clintons Wahlkampf gespendet allen voran CNN, weswegen der Sender in den USA schon als Clinton National Network verspottet wird. Diese hätten also so oder so alles daran gesetzt Donald Trump zu skandalisieren, weswegen er dann dafür sorge getragen hat das seinen Mitbewerbern so wenig Sendezeit wir nur irgend möglich, für eine positive Selbstdarstellung zur verfügung steht.

    Unsere Massenmedien reportieren z.B. only CNN, keine Ahnung wofür wir in den USA Ausland Korrespondenten haben, beim ersten Official Press Briefing haben diese jedenfalls mit Abwesenheit geglänzt. Schau mal auf YouTube oder FB nach FOX10 PHOENIX, da gibt’s alles in ungeschnitten zu sehen. Das Donald Trump ganz klar Medienpopulismus betrieben hat lässt nicht abstreiten, das wirklich interessante daran ist aber womit er diesen betrieben hat. Nämlich mittels der persuasiven Kommunikation auf einem unfassbaren hohen Niveau, wie man anhand der Ergebnisse ja gesehen hat.

    Das ihn die Leute für den nächsten Hitler halten, sich deswegen massiv Anti-demokratisch verhalten und gegen die Präsidentschaftswahl demonstrieren, hat leider einen bitter bösen Beigeschmack. Die Menschen unterliegen derzeit einer harten kognitiven dissonanz, was auf das Konto von Clintons Wahlkampfteam geht. Darunter befanden sich auch diverse Kognitionswissenschaftler und Kommunikationspsychologen. Schau dich mal auf dem folgenden Blog um, also ruhig paar Seiten zurück gehen. Da findet sich alles, auch bzgl. Trumps persuasiven fähigkeiten, was man dazu wissen kann. Der wichtigste Eintrag ist dieser hier. Anti-Trumper Reprogramm:
    http://blog.dilbert.com/post/153301874416/reprogram-an-anti-trumper-with-this-article

    mfg

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