Russland mag meschugge sein, es ist aber doch auch unterhaltsam

In seinem Erstlingswerk Russland meschugge: Putin, meine Familie und andere Außenseiter
beschreibt Filipp Piatov die Reise zum Baikalsee, die per Anhalter, Bus und Transsibirischer Eisenbahn zurückgelegt wurde. Was eine wenig spektakuläre Reisebeschreibung sein könnte, erweist sich als spannende Mischung aus Berichten von skurrilen Russen, seltsamen russischen Bräuchen, Politik und Familiengeschichte.

Auch wenn es zunächst seltsam anmuten mag, in einem Buch über eine Reise zum größten See der Erde über die Familiengeschichte des Autors, die Belagerung Leningrads oder Rattenkadavern ín russischem Käse zu lesen, so ergibt es doch nicht nur Sinn, sondern schafft eine spannende Mischung, die durch den Wechsel der Perspektiven und Erzählinhalte denkbare Durststrecken gar nicht erst aufkommen will.

Wie man es mit Anfang 20 schafft, ein Buch zu schreiben dass zugleich auch eine Art Biographie ist, wie man schafft dass solch ein Buch zugleich auch noch spannend und gut zu lesen ist, ist bemerkenswert. Doch die Geschichte von jüdischen Zuwanderern aus der Sowjetunion, die alltäglichen Besonderheiten mit diesem Familienhintergrund und die Herausforderungen sind doch eine neue und interessante Welt, auch ohne dass der Autor sich erhöhen müsste.

Verbunden mit seinen unbestreitbaren Fähigkeiten eine gute Geschichte zu schreiben, wird „Russland Meschugge“ so zu einer spannenden Reise in die russische Seele und nach Russland, auf der man Filipp Piatov begleiten kann. Schön zu lesen und empfehlenswert!

 

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