Öffentlich-Rechtliche Propagandaschau

Am 15.12.2014 berichtete Deutschlands wohl meistgesehene Nachrichtensendung, die „Tagesschau“, über die „Pegida“-Demonstration in Dresden. Während man von einem öffentlich-rechtlichen Medium vielleicht Neutralität erwarten könnte, zeigte sich eine Propagandaschau von erstklassiger Güte.

Screenshot tagesschau.de, abgerufen am 16.12.2014
Ob „Information“ hier die richtige Bezeichnung ist? Screenshot tagesschau.de, abgerufen am 16.12.2014

 

Der erste Satz: Verkleinerung der Teilnehmerzahl, Wertung des Anliegens.

Schon im ersten Satz beginnt Judith Rakers mit dem, was folgen wird.

In Dresden haben sich erneut mehrere Tausend Menschen versammelt, um gegen eine angebliche Islamisierung des Abendlandes zu demonstrieren.

Schon die Zahlenangabe ist klar falsch. „Mehrere Tausend“ sind wie viele? Drei- bis Fünftausend? Tatsächlich waren es 15.000 Demonstranten. Warum wird hier dem Zuschauer gegenüber vermittelt, dass die Zahl deutlich kleiner war?  Wenn man keine genauen Zahlen nennen möchte, warum wurde dann nicht „Weit über Zehntausend“ gesagt?

Doch auch um einem den Blutdruck jedoch gleich in die Höhe zu treiben, dient der erste Satz. So lässt sich die Tagesschau-Sprecherin darüber aus, dass die Islamisierung des Abendlandes „angeblich“ sei. Nun ist bekannt, dass man wohl in Dresden Probleme haben dürfte, überhaupt Muslime zu finden. Als was genau man eine „Islamisierung“ bezeichnen will, darüber kann man sicherlich debattieren. Ist es das Stellen einer Mehrheit der Bevölkerung oder die Einführung von islamischem Unterricht?

Doch hierum geht es schlicht nicht. Eine Kommentierung ob das, wogegen demonstriert wird berechtigt ist oder nicht, hat in einer Nachricht schlicht nichts zu suchen. Erst Recht nicht ohne Belege.  Man stelle sich nur einmal vor, die Tagesschau würde berichten: „Hat Verdi zu Warnstreiks aufgerufen, weil Amazon-Angestellte angeblich zu wenig verdienen.“ Oder vielleicht: „“Gab es bundesweite Demonstrationen für ein Verbot von Waffenexporten, weil diese angeblich die Welt unsicherer machen.“ Oder wie wäre es mit: „Erklärten die Demonstrationsteilnehmer unter Beteiligung von fünf MdB, dass angeblich ein Mindestlohn in Deutschland nötig wäre.“

Verstehen Sie worauf ich hinaus will? Es ist eine unerträgliche und unpassende Wertung, die in angeblichen Nachrichten und angeblich neutraler Berichterstattung nichts zu suchen hat. Sie kann Teil eines Essays sein. Sie kann in einem Kommentar vorkommen. In Nachrichten hat es jedoch nichts zu suchen. Hätte man in Nachrichten werten wollen, wäre eine Nennung von Fakten möglich gewesen. Ein wunderbarer Seitenhieb wäre gewesen, wenn die Sprecherin einfach wahrheitsgemäß gesagt hätte: „In Dresden, in dem es einen Bevölkerungsanteil von 0,1% Muslimen gibt, haben heute 15.000 Menschen gegen die Islamisierung des Abendlandes demonstriert.“ Das hätte die Demonstration in einen vielsagenden Kontext gesetzt, ohne Propaganda zu fabrizieren.

 

Der zweite Satz: Schüren von Empörung

„Die sogenannte Pegida-Bewegung will sich dabei die Tradition der Montagsdemonstrationen aneignen.“

Montagsdemonstrationen finden zu allen möglichen Themen an. Ob gegen S-21, jeden (ersten?) Montag in Stuttgart, oder die „Montagsspaziergänge“ in Würzburg. Ob die „Wahnmachen“, bei denen Aluhüte von Weltverschwörungen, Chemtrails und NATO-Verschwörungen fabulieren. Auch die LINKE demonstriert gerne Montags für oder gegen alles Mögliche, obwohl die Montagsdemonstration gegen genau diese Partei gerichtet waren und ihre Diktatur letztendlich mit erledigen geholfen haben.

Dies bei „Pegida“ zu nennen, dient im Kontext des Tenors der restlichen Meinung dem Schaffen von Empörung, zumal eine Definition von „aneignen“ nicht zuletzt „etwas widerrechtlich an sich nehmen“ lautet.

Was hat dieser Vorwurf in den Nachrichten zu tun, wenn er nicht gegenüber jeder Demonstration am Montag erhoben wird?

 

Der dritte Satz: Verzerren der Teilnehmerzahlen

Gleichzeitig findet auch eine Gegendemonstration mit mehreren tausend Teilnehmern statt.

Tatsächlich war die Beschreibung „mehrere Tausend“ hier zutreffend. Es waren 6.500 Teilnehmer. Angesichts der fast dreimal so vielen Teilnehmer bei Pegida, hätte eine seriöse Berichterstattung unterschiedliche Worte benutzt, wie oben vorgeschlagen. So aber wird insinuiert, dass beide Demonstrationen gleich stark besucht waren. Dies war nicht einmal im Ansatz der Fall!

 

Der fünfte Satz: Eine blanke Lüge

Die Pegida-Bewegung bekommt Verstärkung. Zwar sind heute einige Tausend weniger gekommen, dafür […]

Tatsache ist, die Teilnehmerzahl war von 10.000 auf 15.000 gewachsen! Hier wird der Zuseher dreist und offen belogen!

 

Schon mal von Reaktanz gehört?

Ich habe hier und an anderen Orten immer wieder die „etablierten Medien“ verteidigt, wenn es um Russland ging. ich weiß nicht, ob die Tagesschau inzwischen eine Korrektur gesendet hat, schon alleine weil ich keinerlei öffentlich-rechtliche Medien konsumiere. Was man sich dort aber geleistet hat, ist untragbar!

Angesichts solcher Sendungen werden die Demonstranten abfällig gesehen, wenn sie „Lügenpresse“ skandieren? Was, wenn nicht astreine „Lügenpresse“, war denn dieses Machwerk am 15.12.2014 um 20:00 Uhr?

Wenn Menschen ein Anliegen haben, wird pauschal von Hetze gesprochen, obwohl ich bislang keinen Beleg für tatsächliche Hetze gefunden habe – noch nicht einmal in der Tagesschau. Warum hat sie keine Bilder gezeigt, auf denen rechtsradikale oder gar rechtsextreme Parolen zu sehen waren? Wo sind die Bilder von Glatzen? Bei dem ersten Parteitag der AfD in Berlin war ein Mann mit Deutschland-Schärpe, der daraufhin in allen Medien zu sehen war. Wo sind hier diese auffälligen Demonstranten? 15.000 Menschen werden vom Innenminister zu einer „Schande für Deutschland“ erklärt. Pauschal.

Haben die Medienmacher und die Politik schon einmal von Reaktanz gehört? Drückt Menschen lange genug in eine Richtung und ein Teil von ihnen wird beginnen sich aus Prinzip dagegen zu stemmen, weil sie keine Lust haben sich zwingen zu lassen!

Was ist das für ein Land, in dem die selbsternannten Eliten derart mit vielen Tausend ihrer Bürger umgehen? Was erwarten sie, was diese dann machen? Ich habe bis heute nicht an einer Pegida-Demo teilgenommen und habe es auch weiterhin nicht vor. Mir sind einige der Personen in diesem Umfeld suspekt. Ich will mich als Liberaler nicht mit Menschen gemein machen, die politisch mit Sicherheit woanders stehen. Mit solcher Berichterstattung stellt man jedoch sicher, dass – dank Reaktanz – eine Menge Verständnis erzeugt wird!

 

Öffentlich-Rechtliche Propaganda

Alles was oben geschildert wird, ist nicht illegal, vermute ich zumindest. Es dürfte jedem denkbaren Maßstab für einen seriösen Journalismus widersprechen, aber Nachrichten mit Beeinflussung zu vertauschen ist nicht strafbar.

Dramatisch wird das Ganze jedoch dadurch, dass es in den öffentlich-rechtlichen Medien passiert ist. Die Medien, die mit über 8 Milliarden jährlich gemästet werden, um für die Bevölkerung eine neutrale Berichterstattung zu garantieren. Neutrale Berichterstattung, die, wie aufgezeigt, nicht einmal im Ansatz vorhanden war.

Während man eine Propagandashow bei einem privaten Fernsehsender nicht ansehen möchtet, stellt man den Fernseher ab oder schaltet um. Diese Sendung würde entsprechend von den Werbekunden wegen geringer Reichweite gemieden werden, doch die Tagesschau jedoch durch erpresstes Geld finanziert. Das Beste dabei ist, auch durch das von den Teilnehmern von Pegida abgepresste Geld. Sie dürfen also ihre eigene Diffamierung mitfinanzieren. Das ist schlicht untragbar!

 

Politische Korrektheit und fehlende Meinungsfreiheit

Wir leben weit entfernt von Meinungsfreiheit und ich halte es für den größten Witz der letzten Diskussion, dass man immer wieder sagt:, wer hätte denn mehr Meinungsfreiheit als Sarrazin gehabt. Das ist lächerlich. Zur Meinungsfreiheit gehört fundamental der Respekt vor Andersdenkenden und ich sehe nirgendwo auch nur den Ansatzpunkt eines Respekts vor dem, was andere, die nicht politisch korrekt denken, sagen und veröffentlichen. Und das fehlt unserer Diskussion dringend. Die Leute draußen merken das und ich kann es Ihnen voraussagen. Es werden immer mehr. Ich bin fest davon überzeugt, dass es eine Art Geschichtszeichen ist, dieses Buch von Sarrazin [Deutschland schafft sich ab]. Nicht weil es eine hohe Qualität hat, sondern weil es eine Auslöserfunktion hat. Die Leute lassen sich nicht länger für dumm verkaufen und sie lassen sich nicht länger zum Schweigen bringen. […] Das entscheidende ist, dass die Leute nicht mehr bereit sind, sich von der politischen Klasse und von besonders arroganten Jakobinern auch in den Feuilletons  den Mund verbieten zu lassen

Prof. Dr. Norbert Bolz bei Anne Will vor einigen Jahren.

Das ist jedoch das entscheidende Konzept der Politischen Korrektheit. Sie erzeugt Redeverbote, die Sie unter Androhung der gesellschaftlichen Ächtung durchzusetzen versucht. Das sehen wir gerade live in den Medien und durch die Politiker im Bezug auf Pegida.

Dabei ist dieses Dogma nicht nur eine Schande für eine aufgeklärte Demokratie und eine tatsächliche und effektive Einschränkung der Meinungsfreiheit. Wer schon einmal in den USA mit Menschen diskutiert hat weiß, wie Meinungsfreiheit tatsächlich funktionieren kann.

Nein, diese Politische Korrektheit und die davon ausgehende Einschränkung der Meinungsfreiheit hat zwei gravierende Auswirkungen.

  1. Tatsächliche Probleme werden nicht benannt. Statt dass sie debattiert würden und im Rahmen einer Debatte nach einer Lösung gesucht würde, wird ein Mantel des Schweigens über Themen gelegt, der den Menschen am Herzen liegt. Nur vergessen viele der Menschen dieses Thema nicht, nur weil nicht offen abseits der „Stammtische“ darüber debattiert wird.
  2. Noch gravierender ist jedoch, dass vermeintliche Probleme nie erörtert werden und eben als solche enttarnt werden können – als nicht existent.

So aber züchtet man sich eine Schicht heran, die den eigenen Staat, die eigene Politik und die eigenen Medien als Feind ansieht, weil sie sich unmittelbar unterdrückt fühlen und die Meinungsfreiheit unmittelbar beschnitten sehen. So züchtet man sich Pegida heran. So züchtet man sich auch Menschen heran, die von diesem ganzen Staatssystem nichts mehr halten. Während bei Muslimen immer wieder richtigerweise betont wird, man dürfe nicht pauschal verurteilen und müsse auf sie zugehen, ist es bei Rebellen gegen die Politische Korrektheit scheinbar heilige Vorschrift, von jeder Differenzierung und von jedem Zuhören abzusehen.

Ist das der freiheitliche und pluralistische Staat, in dem wir leben wollen?

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Veröffentlicht von

TH

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26 Gedanken zu „Öffentlich-Rechtliche Propagandaschau“

    1. Von der dpa Meldungen zu übernehmen ist keine „Gleischschaltung“, sondern schlicht und ergreifen das Kaufen einer Dienstleistung. Keine Zeitung, wirklich gar keine, hat die Ressourcen Reporter für jedes denkbare Thema zu beschäftigen und sie zu jedem denkbaren Thema recherchieren zu lassen.

    2. Wenn dem so ist, dann können wir uns darauf einigen, dpa macht die Meinung. Dieser Artikel, als großer Vierspalter auf der Titelseite des Straubinger Tagblattes, hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun, sondern transportiert die Meinungsmache der Mächtigen in jeden Haushalt, undifferenziert von Flensburg bis Konstanz. Diese Verzerrung der Wirklichkeit, wie es diese dpa-Meldung tut, kann man getrost unter Propaganda von Hofberichterstattern abtun.

    3. @ TH

      Wenn ein weitestgehender Teil der Medien die Meldung der DPA übernimmt und der verbliebene Rest von den Kollegen abschreibt, handelt es sich nun einmal um eine Gleichschaltung der Medien. Ob das ganze durch wirtschaftliche Zwänge, Vorgaben der Besitzer, politisch motiviert oder ein Mix aus allen drei Komponenten resultiert, ist im Grunde egal, da in der Konsequenz alle Medien nur noch mit dem gleichen Tenor Meinung machen, die öffentliche Meinung also gleichgeschaltet wurde.

      Ein pluralistisches Meinungsbild wird nur noch über die schiere Anzahl der Medien vorgegaukelt, existiert aber defakto nicht mehr. Gleichschaltungsprozesse entsprechen also mitnichten nur dem historischen Kontext , in den Sie das Wort zwingen wollen.

    4. Eine „Gleichschaltung“ kommt von außen. Die Dienste der dpa in Anspruch zu nehmen ist freiwillig. Das ist ein merklicher Unterschied!

  1. Ich bin der Überzeugung das der grösste Teil aller Politschleimer die gleiche Mei-
    nung der Pegidaleute haben,aber auf Grund fehlender Eier in der Hose und Angst
    vor Abstrafung der Partei ihre eigene Meinung VERLEUGNEN;

  2. Sehr gut analysiert.
    Die gestelzten Worthülsen der ARD/ZDF-Nachrichtensprecher kann ich seit langem nicht mehr ertragen, ich schalte sie stumm. Mich würde interessieren, wer diese verquasten Sprechertexte eigentlich schreibt? Eher traue ich den Korrepondenten vor Ort und höre mir deren Berichte an. Da wir (zum Glück noch) eine freie Presse haben, erlaube ich mir Abwägen zu können. Nur wird diese Möglichkeit des Verifizierens überwiegend nicht in Anspruch genommen. Darin liegt die Gefahr und das Versagen der öffentlich rechtlichen Anstalten, für die wir mit unseren Gebühren auch noch aufkommen müssen.

  3. Die ARD hat sich nicht mit Ruhm bekleckert.
    Auf der anderen Seite weigert sich die PEGIDA mit den Medien zu sprechen. Wer wählt diese Vorgehensweise häufig? Personen und Organisationen, die etwas zu verbergen haben und/oder die sich gerne in der Opferrolle sehen. Wer sich den Medien verschließt, braucht sich über schlechte Berichterstattung nicht wundern. Entweder hat PEGIDA also etwas zu verbergen, oder die PEGIDA-Leute verstehen nichts von den Medien, oder sie nehmen die Negativ-PR bewusst in Kauf, da sie sich als Märtyrer gefallen.

    Ich tippe auf eine Mischung der drei Motive. Wer demonstriert denn in Dresden? Neben dem PEGIDA-Versammlungsleiter Lutz Bachmann (Hafturteil über 3 Jahre und 8 Monate wegen Einbrechen und anderer Straftaten, bis Februar 2015 unter Bewährung) wird auch ein weiteres Mitglied der PEGIDA-Führungsriege unter dem Stichwort allgemeine Kriminalität/ Gewaltdelikte in einer Polizeidatei geführt. Ein dritter Mitorganisator fiel als Betrüger auf. Ganz vorne und von Anfang an mit dabei: über 300 gewaltbereite Hooligans der Fanszene Dynamo Dresdens, die normalerweise rund um Fußballspiele für bürgerkriegsähnliche Zustände, Sach- und Personenschäden und Polizeieinsatzkosten in Millionenhöhe sorgen.

    Bei einem beträchtlichen Anteil der zuletzt 15.000 PEGIDA-Demonstranten in Dresden dürfte es sich um Mitbürger handeln, die mit den staatlichen Transferleistungen über die Runde kommen, welche v.a. auch all diejenigen aufbringen, die Deutschland aus ihrer Sicht etwas weniger verstehen. Unter den 4 Mio. Einwohnern Sachsens befinden sich immerhin 1,24 Mio. Rentner, die häufig nie in die gegenwärtige Rentenversicherung einzahlten, sich dafür aber vergleichsweise hoher Renten erfreuen, 0,5 Mio. Empfänger sozialer Hilfeleistungen (ALG II, Sozialgeld) und 0,2 Mio. (offiziell) Arbeitslose. Die Hälfte der sächsischen Bevölkerung hängt am Tropf des Sozialstaates – und zahlreiche unter ihnen protestieren gegen die Überfremdung und gegen die Islamisierung, die in ihrem mehr oder weniger islamfreien Bundesland sicherlich nicht sicht- und spürbar ist. Sachsen fällt bisher eher anders auf: 1.635 rechtsextremistische Straftaten (2013), 9 Todesopfer rechtsextremistischer Gewalt seit 1991 und viele NO-GO-Areas in Plattenbauvierteln und ländlichen Regionen, in die sich Ortsfremde lieber nicht verirren sollten.
    Meine These ist: Es handelt sich in Dreden um Nachwehen der Wiedervereinigung. Vom Thema werden dann natürlich auch noch Bürger aus anderen Bereichen angezogen, beispielsweise aus dem Umfeld der AfD.

    Meine Meinung zur PEGIDA: selbstverständlich dürfen resozialisierte Straftäter, Hooligans, Rentner, Sozialhilfeempfänger und besorgte Bürger ihre Meinung äußern und demonstrieren (auch wenn es sich dabei um Projektionen und imaginierte Bedrohungen handeln sollte), gegen die Flüchtlingspolitik und gegen die Islamisierung, und oftmals für einen stärkeren und fürsorglicheren Staat (was nicht verwunderlich ist, da viele unter ihnen in der DDR sozialisiert sind). Sie können aber auch gleichzeitig den Versuch unternehmen, ihre Leben in die Hand zu nehmen und aus eigener Kraft zu bestreiten.

    1. Sehr geehrter Herr Frick,

      Sie haben sich ebenfalls nicht mit Ruhm bekleckert. Sie machen das gleiche, was Sie anderen vorwerfen. „über 300 gewaltbereite Hooligans der Fanszene Dynamo Dresdens, die normalerweise rund um Fußballspiele für bürgerkriegsähnliche Zustände, Sach- und Personenschäden und Polizeieinsatzkosten in Millionenhöhe sorgen.“ Das ist genau das, was hier alle auf die Palme treibt: Pauschalisieren, alle unter Generalverdacht stellen, Verallgemeinern und aus dem Zusammenhang reißen. Waren Sie vor Ort? Haben Sie die 300 Hools persönlich gezählt? Ja, es laufen Nazis mit, ja, es laufen Hooligans mit (wobei ich mich frage, woran Sie die erkennen wollen-nichts ist wie es scheint) und ich verbscheue beide Gruppen, nur ist das nicht DIE Masse, und das ist wohl bei anderen Demos auch nicht zu vermeiden. Warum will man nicht mit den Medien reden? Bestimmt aus Angst, das sowieso alles verdreht wird.

    2. Sehr geehrter Herr E.,

      laut Aussage der Polizei marschieren über 300 Hooligans bei PEGIDA mit, u.a. Mitglieder der als rechtsextrem eingestuften Hooligangruppen „Faust des Ostens“ und „Hooligans Elbflorenz“. Darüberhinaus steht es Ihnen frei, sich über die Kosten und Folgen des Hooliganismus in Deutschland zu informieren. Sie werden dann schnell feststellen, dass rund um viele Fußballspiele bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen. Dieses gesellschaftliche Problem hindert allerdings viele Bürger, darunter zahlreiche AfD-Parteimitglieder, nicht daran, HOGESA und Konsorten Beifall zu klatschen und sogar teilweise mitzumarschieren.

      Ich wiederhole in anderen Worten: Deutschland wäre m.E. weit mehr geholfen, wenn etliche PEGIDA-Marschierende und -Sympathisanten Verantwortung für sich übernähmen, statt ihre Hilfsbedürftigkeit und ihr Unwohlsein auf Minderheiten, den Islam oder was auch immer zu projizieren. Wie armselig ist das denn, sich aus der Verantwortung zu stehlen und stets andere für seine Misere verantwortlich zu machen ?

      Wer in Sachsen etwas für die christlich-abendländische Tradition unternehmen möchte, kann ja gerne auch mal in die Kirche gehen, fürs Christentum missionieren (soviel Zulauf haben ja die Christen in Sachsen nicht; es gibt dort nur 1 Mio., darunter die Petrys) oder die Bergpredigt lesen.

      Und was den Islamismus angeht: Ob Fukushima oder 6.300 Salafisten (Zahlen des Verfassungsschutzes aus 2014) – Hauptsache: Massenhysterie statt nüchterner und sachlicher Betrachtung der Probleme.
      Ansonsten käme man ja noch auf die Idee, dass kein Medienrauschen, keine Demonstrationen, keine Polemik, kein Geschwätz, sondern die Arbeit des Verfassungsschutzes, der Geheimdienste und der Polizei gefragt sind. Ansonsten beschäftigte man sich ja tatsächlich noch mit der Fragestellung, warum unsere milliardenschweren Institutionen und aufgeblähten Behörden mit 6.300 Salafisten überfordert sind – und löste die Probleme.

  4. Einer der Gründe weshalb ich seit nunmehr 4 Jahren TV-Abstinent lebe. Mehr als aergerlich das man diese gleichgrschaltet, ueberborderende ÖR-Medienlandschaft durch eine Haushaltsabgabe zwangsfinanzieren muss.

  5. Was ich mich erinnern kann hat Pepe Grillo, sich auch geweigert mit den Medien in Italien zu reden. Eben genau aus dem Grund, er hatte auch kein Vertrauen mehr in die „veröffentlichte“ Meinung. Deshalb hat er und seine Partei in italien nur noch über das internet kommuniziert.

  6. Bei aller berechtigen und unberechtigten Kritik:

    Es geht um die 20-Uhr-Ausgabe der Tagesschau. Die Redaktionskonferenz für diese Sendung findet 18 Uhr statt (http://intern.tagesschau.de/fragen/). Dort wurde entschieden, dass man das Thema aufgreift und möglicherweise auch, dass es gleich zu Beginn kommen soll. Der Beitrag dazu muss vorher allerdings gefilmt, geschnitten, vertont und anschließend an die Tagesschau-Redaktion geschickt werden. Ich vermute mal, dass er dort spätestens 19:30 Uhr ankam um noch in das Sende- bzw. Ablaufschema eingearbeitet werden zu können.

    Die offiziellen Teilnehmerzahlen wurden von der Polizei allerdings erst nach 21 Uhr veröffentlicht (http://www.polizei.sachsen.de/de/MI_2014_33474.htm). Und erst zwischen 19:45 Uhr und 20:15 Uhr wurden von der Polizei diese Zahlen (ca. 15.000 PEGIDA-Demo, ca. 6.000 Gegendemo) bereits als vorläufige Angaben verbreitet (http://www.sz-online.de/nachrichten/tickerprotokoll-die-demonstrationen-in-dresden-2995474.html, https://mopo24.de/nachrichten/dresdens-montags-demos-im-live-ticker-3125, http://zuerst.de/2014/12/15/pegida-liveticker-der-grosse-demo-montag-in-dresden-und-weiteren-staedten/).

    Damit konnten in dem Beitrag gar keine Angaben zu den Zahlen gemacht werden und in den 5-10 Minuten vor der Sendung hat vermutlich selbst eine Tagesschausprecherin Wichtigeres zu tun, als sich aktuelle vorläufige Zahlen für einen einzelnen Beitrag zu besorgen. Logischerweise wusste sie sich also auf die Angaben berufen, die zu dem Zeitpunkt vorlagen als sie ihr Redemanuskript geschrieben hat, was mehrere Tausend auf beiden Seiten waren mit steigender Tendenz.

    Von daher ist dieser Kritikpunkt nicht gerechtfertigt, oder?

    1. Im Ticker der Sächsischen Zeitung heißt es um 19:16

      Die Polizei spricht von 10.000 Pegida-Demonstranten „bei anhaltendem Zuspruch“ und insgesamt 5.000 Gegendemonstranten.

      http://www.sz-online.de/nachrichten/tickerprotokoll-die-demonstrationen-in-dresden-2995474.html

      Damit war zu diesem Zeutpunkt, rund eine Dreiviertelstunde vor dem Beginn der Tagesschau, bereits klar, dass nicht weniger, sondern mehr Menschen auf der Demonstration teilnehmen werden.

      Um 19:43 heißt es dort:

      Thomas Geithner; Pressesprecher der Polizei Dresden, gibt die offiziellen Zahlen zu den Teilnehmern bekannt. Er spricht von „mehr als 10.000“ Menschen bei Pegida und etwa 5.500 Teilnehmern beim Bündnis „Dresden nazifrei“.

      Da bleiben nur wenige Schlüsse übrig:
      a) Die Tagesschau lässt Nachrichten mit klaren Zahlenangaben (mehrere Tausend weniger) zu einem Zeitpunkt schreiben, wo noch überhaupt keine Informationen vorliegen.
      b) Die Tagesschau gibt Zahlen bewusst falsch wieder

      Wenn der Text geschrieben wurde bevor die Polizei die Zahlen bekanntgab, warum legt sich die Tagesschau dann fest? Wären keine seriösen Zahlenangaben möglich gewesen, dann hätte eine journalistische Ethik und Sorgfaltspflicht ein „Zahlen liegen noch nicht vor“ verlangt. Stattdessen legte man sich fest.

      Da bleibt nur: Entweder dreist gelogen oder bewusst willkürlich etwas festgelegt, was keinen Deut besser ist.

  7. allein die Gleichsetzung von Fremdenfeindlichkeit mit Islamkritik ist eine rhetorische Schweinerei, die in ihrer Niedertracht beweist, dass es den PEGIDA- Kritikern nicht um Diskussion,msondern um Diffamierung geht!
    Aber zur Sache, falls Sie mal jemand fragt, wovor sie eigentlich in der Islamisierung Angst haben, darf gerne kopiert und weiterverbreitet werden:
    Islam 2.0?
    Geschichte wiederholt sich nicht, aber Sie reimt sich: Schon damals stand es alles in „Mein Kampf“: Der Antisemitismus, die Demokratie- und Homosexuellenfeindlichkeit, die brutale Gewaltbereitschaft, der weltweit reichende Imperialismus, …und keiner las es oder nahm es ernst. Heute steht es im Koran. Und wieder liest es keiner, und keiner der Verantwortlichen aus Politik, Bildung, Justiz und Verwaltung nimmt die Bedrohung durch die Radikalisierung ernst!
    Damals warfen sich Medien, Bildungssystem, Justiz und Kirchen den Nazis an den Hals, um sich selbst zu retten- sie verrieten Ideale der Aufklärung, damit verriet die Kirche sich selbst(!), und vergewaltigen die Toleranz: „Toleranz wird zu einem Verbrechen, wenn man dem Bösen mit Ihr begegnet!“ (Thomas Mann) Damals gab es „kein richtiges Leben im Falschen!“ (Adorno) Und heute? Gibt es ein „richtiges“ muslemisches Leben im falschen Islamismus?
    Heute werfen Sie sich wieder einer TOTALITÄREN IDEOLOGE an den Hals! Sie lassen sich täuschen von Taqquia, nehmen die die Warner nicht ernst oder verhöhnen sie, lassen Sie Imame in Kirchen predigen, verharmlosen die Gewalt in Bildung und Medien, („Das hat nichts mit dem Islam zu tun!“) und sprechen Sonderrecht für kriminelle Muslime. Alles für die „Gute Sache“ Multikulti.
    Und Sie verraten dabei wieder die historischen Werte des christlichen Abendlandes, der Aufklärung, unserer Kultur. Aber: Muslime sind doch zum größten Teil FRIEDLICH!
    Stimmt. Nur: Es brauchte nur 100.000 radikale, fanatische Nazis, um Deutschland, ganz Europa ins Chaos zu stürzen. Warum? Die schweigende Mehrheit ist IRRELEVANT!
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_schweigende_mehrheit_ist_irrelevant
    Im Original von Brigitte Gabriel:
    https://m.youtube.com/watch?v=Ry3NzkAOo3s&feature=youtu.be&t=6s
    Wenn mein linker Fuss Fusspilz hat, und mein rechter Fuß gesund ist, heilt es den Linken nicht, wenn der Rechte sich distanziert.
    Auch kann ich nicht darauf vertrauen, dass der Linke heilt, nur weil der Rechte „gesund oder moderat und friedlich“ ist!
    Ich muss und werde gegen den Fußpilz am linken Fuß was unternehmen müssen. Zum Beispiel anfangen und anerkennen, dass ich Fußpilz habe!
    Ich bin gerne zu einem Dialog über das Nebeneinander von autochthonen Werten Europas MIT Muslimen bereit.
    Dazu ist absolut NOTWENDIG: RESPEKT UND TOLERANZ!

    Bitte unterlassen SIE SOFORT diese elenden Diffamierungen gegen Islamisierungsgegner. Vielleicht haben Sie ja den Mut, die berechtigten GRÜNDE der Ängste zur Kenntnis zu nehmen? Ich habe Ihnen ein paar Links, die die Ängste erklären, zusammengestellt.

    Der Islam liefert, nämlich * Morddrohungen gegen Juden!
    „… ob „der Islam“ tatsächlich „zu Deutschland“ und seiner freiheitlich-demokratischen Grundordnung „gehört“, das ist dann so eindeutig eben doch wieder nicht. Denn „der Islam“ umfasst keineswegs nur die Millionen friedlichen, friedliebenden und den verfassungsrechtlichen Wertekonsens respektierenden Muslime in Deutschland, sondern alle Facetten einer Religion, die dort, wo sie zur vollen Entfaltung kommt, verlässlich ihre totalitären Züge zeigt. Und in deren Namen auch jetzt wieder – und zwar auf deutschem Boden – zum Mord an Andersgläubigen aufgerufen wird. Wenn „der Islam“ zu Deutschland „gehört“, dann muss man wohl oder übel auch jenen Imam dazuzählen, der unlängst in der Berliner Al-Nur-Moschee predigte:
    * „Tötet sie bis zum Letzten.“ Gemeint waren natürlich die Juden.“
    http://m.tagesspiegel.de/meinung/wulffs-heldenmaer-zum-islam-gehoert-auch-die-gewaltverherrlichung/10241068.html
    Nicht zum ersten, auch nicht das einzige mal:
    * Hamed Abdel-Samad: „“Moderater Islam“ ist eine Erfindung westlicher Islamwissenschaftler. Moderat und Islam ist ein Paradoxon, sie passen nicht zusammen. Die Wahrheiten der Islamisten stehen bereits fest. Auch das ist ein Kern des Faschismus.“ http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article126336811/Schlacht-mit-apokalyptischer-Dimension.html
    * Auch der Holländische Politiker Geert Wilders steht wegen täglicher Morddrohungen unter Polizeischutz. Grund: seine Islam-kritischen Films Fitna.
    * Hirsi Ali: (Die schleichende Scharia) – unter Polizeischutz wg. Morddrohungen.
    * Sayran Antes, Frauenrechtlerin: Rückzug aus der Öffentlichkeit wg. Morddrohungen.
    * Sabatina James (Freiheit für Frauen): Unter Polizeischutz wg. Morddrohungen.
    http://www.blick.ch/news/schweiz/sabatina-james-nach-blick-interview-mit-tod-bedroht-ich-habe-alle-auftritte-abgesagt-id3276539.html
    * Minah Ahadi, (Ex-Muslime in Deutschland) Morddrohungen wg. Interviews.
    * Der dänisch-palästinensische Yahya Hassan prangert mit seiner Lyrik Heuchelei und Sozialbetrug seines Milieus an. … Nach Todesdrohungen musste er unter Polizeischutz gestellt werden.
    http://bazonline.ch/ausland/europa/Ehrlich-wuetend-talentiert/story/15026458

    Neben Morddrohungen liefert der moderate (!) Islam auch massive
    * Forderungen gegen die kulturelle und Meinungsfreiheit! Beispiele:
    * Deutsche Schüler in der Minderheit- gemobbt: ( v. Nicola Graef und Güner Balci)
    https://m.youtube.com/watch?v=-_Dyid3hZMg
    * Dasselbe Thema in panorama: Mobbing gegen Deutsche Schüler: (Die Opfer in dieser Doku heissen zufällig „Johnny“ und „Dennis“ …)
    https://m.youtube.com/results?q=panorama%20mobbing%20gegen%20deutsche&sm=3

    * Und das Schweigen über muslimischen „Rassismus“ gegen Deutsche ist „multi-medial“! http://m.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/integration/rassismus-das-schweigen-der-schulen-ueber-deutschenfeindlichkeit-11056390.html

    * Berlin: Drohung, unkalkulierbares Risiko: Islamisten verhindern Mozart – Oper.
    * Konstanz: Türken setzen Theaterintendanz unter Druck! Die Freiheit der Kunst ist in Gefahr:
    http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=9293%3Atuerkische-demonstranten-setzen-theater-konstanz-unter-druck&catid=126%3Ameldungen-k&Itemid=100089

    * Düsseldorf Krimi der Autorin Gabriele Brinkmann – aus dem Programm genommen. Der Grund: Angst vor Islamisten.

    * Harald Schmidt wagt keine Witze mehr über den Islam: „Das ist mir zu heikel“.
    http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2006/02/08/a0128

    * Hape Kerkeling: „Ich würde und werde mich öffentlich mit dem Islam nicht beschäftigen. Aus Angst.“

    * Roland Emmerich sparte die Vernichtung der Kaaba in seinem Katastrophenfilm „2012“ bewusst aus: „Weil er Angst hatte vor einer Fatwa fundamentalistischer Islamisten!“ Quelle: SZ.
    Wohin das führt?
    * Theo van Goghs letzte Worte, als ihm ein radikaler Muslim 2004 die Kehle durchschnitt, waren: „Wir können doch darüber reden!“ Kann er jetzt nicht mehr.
    http://www.welt.de/kultur/article133887433/Nun-wisst-ihr-auch-was-euch-erwartet.html

    Hat nichts mit dem Islam zu tun:

    „Koranische Grundlage für das Taqīya-Prinzip ist Sure 3:28, wo es heißt: „Die Gläubigen sollen sich nicht die Ungläubigen anstatt der Gläubigen zu Freunden nehmen. Wer das tut, hat keine Gemeinschaft (mehr) mit Gott. Anders ist es, wenn ihr euch vor ihnen (d.h. den Ungläubigen) wirklich fürchtet (illā an tattaqū minhum tuqāt).“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Taq%C4%ABya

    Diese Quellen belegen: Die Islamisierung schreitet voran. Sie ist keine fremdenfeindliche, krankhafte Phobie von Menschen, die in der Gesellschaft zu kurz gekommen sind- sie ist ein unwiderlegbarer Prozess in Medien, Politik, Bildungssystem, Kultur und Justiz.
    Stoppen wir ihn jetzt. Bevor Europa in Barbarei versinkt und Köpfe von friedlichen Bürgern abgeschnitten werden, Kinder ermordet werden, unsere Freiheit ausgelöscht wird!

  8. Ich kann der Demonstation inhaltlich nichts abgewinnen und finde den Vorwurf einer Islamisierung Deutschlands vollkommen absurd. Amerikanisierung, ja meinetwegen, aber Islamisierung. Ich sehe sie nicht.

    Nun steht es aber in Deutschland jedem frei für seine Ziele auf die Strasse zu gehen und das ist auch gut so. Ich finde die Idee gefährlich Journalismus darunter zu verstehen, den Leuten zu erzählen wer gut und wer böse sei. Überhaupt haben Journalisten nicht den bürgerlichen Konsens gegen Minderheiten durchzuexekutieren. Es herscht in unserem Lande Meinungs- und Weltanschaungsfreiheit.

    Selbst wenn jemand rassistisch denkt, dann ist ihm das staatspolitisch unbenommen. Es ist nicht Aufgabe von Amtsträgern politische Gegner zu verunglimpfen oder zu bewerten. Es ist Teil des politischen Diskurses. Man kann keine Debatte über Rassismus führen, wenn sich keiner offen zu seinem Rassismus bekennen soll.

    Wir sollten uns ein Beispiel an den Vereinigten Staaten nehmen. Ein Diskurs muss herrschaftsfrei, nicht eliminatorisch sein.

  9. Also, das Positionspapier von PEGIDA:

    1. PEGIDA ist FÜR die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen und politisch oder religiös Verfolgten. Das ist Menschenpflicht!

    2. PEGIDA ist FÜR die Aufnahme des Rechtes auf und die Pflicht zur Integration ins Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland (bis jetzt ist da nur ein Recht auf Asyl verankert)!

    3. PEGIDA ist FÜR dezentrale Unterbringung der Kriegsflüchtlinge und Verfolgten, anstatt in teilweise menschenunwürdigen Heimen!

    4. PEGIDA ist FÜR einen gesamteuropäischen Verteilungsschlüssel für Flüchtlinge und eine gerechte Verteilung auf die Schultern aller EU-Mitgliedsstaaten! (Zentrale Erfassungsbehörde für Flüchtlinge, welche dann ähnlich dem innerdeutschen, Königsteiner Schlüssel die Flüchtlinge auf die EU-Mitgliedsstaaten verteilt)

    5. PEGIDA ist FÜR eine Senkung des Betreuungsschlüssels für Asylsuchende (Anzahl Flüchtlinge je Sozialarbeiter/Betreuer – derzeit ca.200:1, faktisch keine Betreuung der teils traumatisierten Menschen)

    6. PEGIDA ist FÜR ein Asylantragsverfahren in Anlehnung an das holländische bzw. Schweizer Modell und bis zur Einführung dessen, FÜR eine Aufstockung der Mittel für das BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) um die Verfahrensdauer der Antragstellung und Bearbeitung massiv zu kürzen und eine schnellere Integration zu ermöglichen!

    7. PEGIDA ist FÜR die Aufstockung der Mittel für die Polizei und GEGEN den Stellenabbau bei selbiger!

    8. PEGIDA ist FÜR die Ausschöpfung und Umsetzung der vorhandenen Gesetze zum Thema Asyl und Abschiebung!

    9. PEGIDA ist FÜR eine Null-Toleranz-Politik gegenüber straffällig gewordenen Asylbewerbern und Migranten!

    10. PEGIDA ist FÜR den Widerstand gegen eine frauenfeindliche, gewaltbetonte politische Ideologie aber nicht gegen hier lebende, sich integrierende Muslime!

    11. PEGIDA ist FÜR eine Zuwanderung nach dem Vorbild der Schweiz, Australiens, Kanadas oder Südafrikas!

    12. PEGIDA ist FÜR sexuelle Selbstbestimmung!

    13. PEGIDA ist FÜR die Erhaltung und den Schutz unserer christlich-jüdisch geprägten Abendlandkultur!

    14. PEGIDA ist FÜR die Einführung von Bürgerentscheidungen nach dem Vorbild der Schweiz!

    15. PEGIDA ist GEGEN Waffenlieferungen an verfassungsfeindliche, verbotene Organisationen wie z.B. PKK

    16. PEGIDA ist GEGEN das Zulassen von Parallelgesellschaften/Parallelgerichte in unserer Mitte, wie Sharia-Gerichte, Sharia-Polizei, Friedensrichter usw.

    17. PEGIDA ist GEGEN dieses wahnwitzige „Gender Mainstreaming”, auch oft „Genderisierung” genannt, die nahezu schon zwanghafte, politisch korrekte Geschlechtsneutralisierung unserer Sprache!

    18. PEGIDA ist GEGEN Radikalismus egal ob religiös oder politisch motiviert!

    19. PEGIDA ist GEGEN Hassprediger, egal welcher Religion zugehörig!

    Das kann man so sehen, oder anders, aber die, die PEGIDA als Islamfeindlich oder schwulenfeindlich oder rechtsextrem oder sonstwas bezeichen, mögen sich bitte konkret auf das Papier beziehen.

    Was irgendein Demonstrant von 20.000 bei einer Kundgebung sagt, ist NICHT repräsentativ. Sonst müssten auch Antifanten und Linksextemisten, die „Deutschland verrecke“ krakelen, in einen Topf mit Politikern und Medienvertretern geworfen werden, die lediglich den gemeinsamen Nenner haben, auf der selben (Gegen)Demo zu stehen.

    Also, woraus geht die PEGIDA-Kritik hervor?

  10. Rechtschreibfehler:

    „Was hat dieser Vorwurf in den Nachrichten zu tun, wenn er nicht gegenüber jeder Demonstration am Monat erhoben wird?“

    sollte wahrscheinlich heissen:

    Was hat dieser Vorwurf in den Nachrichten zu tun, wenn er nicht gegenüber jeder Demonstration am MONTAG erhoben wird?

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