Luckes selbstverschuldetes Desaster

Lucke soll nun also vor dem großen Showdown stehen. Es soll gegen Petry und Pretzell gehen. Dabei hätte es nie soweit kommen müssen.

Ich komme aus dem Grinsen nicht mehr heraus., gerade weil es um diese Personalien geht.

Frauke Petry war es, die mit ihrer rechtswidrigen Manipulation der Wahlen zur Aufstellung meine Kandidatur zum Listenplatz 7 verhindert, aber damit hat Lucke vielleicht nichts zu tun.
Womit er allerdings zu tun hat ist, wie er sich davor verhalten hat.

In Bayern kam er auf den LPT und sagte: „Wenn Sie Gerüchte über jemanden hören, tragen Sie sie nicht weiter, sondern gehen Sie zuerst auf den Betroffenen zu.
Als er eine anonyme Lügen-Email bekam, die mir zahlreiche Dinge vorwarf, hörte ich davon nicht von ihm, sondern vom Bayerischen Landesvorsitzenden Andre Wächter. Er sagte mir „Lucke hat gerade gesagt: >>Jetzt müssen wir noch über den problematischen Kandidaten Heinrich sprechen.<<
Später dann erhielt ich von Lucke eine Email, in der die PDF mit den Vorwürfen angehängt war und in der eine Erklärung von mir gefordert wurde. Ich konnte die Vorwürfe punkt für Punkt widerlegen, zumal sie praktisch ausschließlich aus sinnentstellend gekürzten Postings von mir bestanden, zu denen die Originale noch vorhanden waren. Eine einfache Nebeneinanderstellung von Vorwurf und Original reichte daher zur Entkräftung aus.

Lucke weigerte sich anschließend, mich zu rehabilitieren. Er weigerte sich, jenen, die er dazu bringen wollte ja nicht für mich zu stimmen, zu schreiben: „Gegen eine Wahl von Herrn Heinrich spricht nichts.“
Bekannt ist, dass ich dann im ersten Wahlgang gegen Bernd Kölmel um 10 Stimmen unterlag. Sechs Stimmen für meine Gunsten, und ich währe führend in die Wahl gegangen und hätte beste Chancen gehabt, sie zu gewinnen.

Was aber bislang nicht bekannt war, weil ich es nicht veröffentlicht hatte ist, dass der heutige MdEP und Landesvorsitzende von NRW Marcus Pretzell mich einen oder zwei Tage nach dem Parteitag in Aschaffenburg anrief. Er fragte mich, ob ich auf Platz sieben kandidieren würde. Dann sagte er: „Wenn Du kandidierst, ziehe ich zurück. Ich will gar nicht ins EP, ich will nur Alexander Dilger verhindern.“ Eine Chance gegen mich hätte er ohnehin nicht gehabt, hatte ich ihn doch auf Platz 3 deklassiert und für meinen Rückzug zugunsten von Bernd Kölmel standing ovations erhalten.

Zu dem Zeitpunkt war er, wenn mich meine Erinnerung nicht trübt, noch nicht Vorsitzender von NRW.

Hätte also Petry die Wahl nicht manipuliert, wäre der spätere Gewinner von Platz 7 nicht angetreten, alle anderen dort antretenden hatte ich bereits haushoch geschlagen oder sie waren chancenlos.

Damit wäre Petztell nicht im EP, er wäre mit guter Wahrscheinlichkeit auch nicht Landesvorsitzender, da ihm sein Listenplatz ohne Zweifel bei der Wahl geholfen hat.

Stattdessen hätte Lucke jemanden gehabt, der zwar nicht nach seiner Pfeife tanzt, ihn aber unterstützt weil er Lucke für die richtige Person hielt. Er hätte eine dezidierte liberale Kraft prominent in der Partei platziert gehabt, eine liberale Kraft die sich nicht geweigert hätte Gaulands 14 minütiger Lobhudelei Russlands, inklusive Verteidigung der Annexion der Krim, in Erfurt etwas entgegen zu stellen, auch wenn es die eigenen Chancen geschmälert hätte.

Aber Lucke wollte mich eben ausschalten. Das hatter nun davon

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4 Gedanken zu „Luckes selbstverschuldetes Desaster

  • Ja, lieber Torsten, Dir wurde da übel mitgespielt!
    Ich hatte Dir auch geraten, nach vorne zu preschen und auf Rehabilitation zu pochen –
    dass Lucke das nicht machte, wie ich jetzt erfahre, ist schlimm.
    Er musste doch damals schon wissen, wer oder was Frau Petry ist!
    Nun, ich bin ja noch vor Dir ausgetreten und das war eine gute Entscheidung.
    Was jetzt mit der Partei passiert, war vorhersehbar.
    Die Wahlerfolge in der ehemaligen SBZ haben den rechten Mief richtig zum stinken gebracht.
    Weiterhin – alles Gute!

    Andreas

  • Hi,

    bin jetzt im Zuge des Parteitages mit der verrückten Petry usw. auf deinen Blog gekommen. Deine Beschreibung der Vorgänge klingt ja wahlweise nach Game Of Thrones oder House Of Cards. 😉

    Ich habe eine wichtige Frage an dich: Petry ist für mich nach den letzten Monaten und dem Parteitag die Intrigantin schlechthin, eine egoistische Person ohne Anstand und Prinzipien. Gauland ist ein Konservativer aus dem letzten Jahrhundert, dessen politische Mittel genauso alt sind und heute nicht mehr funktionieren. Adam ein Naivling und das typische Beispiel eines Intellektuellen fernab der Realität, der jetzt selbst daran zu knabbern hat, dass er sich von Petry und co hinters Licht führen ließ.
    Aber Lucke und Henkel kommen mir nun so vor, als hätten sie (auch entgegen zeitweise meiner Meinung) von Anfang an, aber zumindest seit Pegida, trotz aller Hinterhältigkeit anderer das Richtige getan und sind ihrer Meinung treu geblieben. Du beschwerst dich hier über Lucks Verhalten bei deiner Wahl. Was genau kritisierst du? Dass er den Umweg über Wächter gegangen ist? Warum hat dir dieser dann direkt und ohne Filter von dem Gespräch mit Lucke erzählt? Dass er dich nicht wieder rehabilitiert hat? Hatte Lucke andere Dinge an dir auszusetzen? Du sprichst davon, du warst ihm nicht hörig genug. Hast du das Gefühl, er verlangt dies von anderen in seinem Umkreis? Oder war da etwas anderes? Wollte er vielleicht Kölmel unterstützen? Warum?

    Danke dir für deine Texte und Antworten auf meine Fragen!

    • Klar, er wollte Kölmel unterstützen. Dass ich aber gegen ihn antreten würde, stand zu dem Zeitpunkt nicht zur Debatte.
      Nein, Lucke hatte meine Nummer und hat mich auch zuvor schon angerufen. Hier hingegen hatte er das „Dossier“ mehrere Tage lang und verbreitete es gegenüber den Landesvorsitzenden, statt mich zuallererst zu kontaktieren. Er selbst hatte das gefordert.
      Nachdem ich es entkräften konnte, verweigerte er sogar noch meine Rehabilitierung.

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