Liebe Muslime: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns!

Es ist zumutbar, Muslime vor die Entscheidung zu stellen: Entweder mit uns gegen den politischen Islam oder mit diesem gegen uns. Ein dazwischen gibt es schlicht nicht. Es wird Zeit, sie vor diese Wahl zu stellen!

 

Man muss sich den eigenen Dämonen stellen

Ich bin Islamkritiker. Ich halte diese Religion für die größte Bedrohung der Freiheit im 21. Jahrhundert. Gleichfalls unterscheide ich jedoch entschieden und konsequent zwischen Muslimen und dem Islam. Muslime als Individuen können eigene Entscheidungen treffen und ihre Religion nicht nur liberal auslegen, sondern auch gänzlich ablegen.

Als Islamkritiker muss ich mich jedoch auch den eigenen Dämonen stellen. Zur Islamkritik gehört ein intellektuelles Schwergewicht wie Henryk M. Broder, genau wie ein gegen den Islam brüllender Haufen einer NPD-Veranstaltung. Zur Islamkritik gehört nicht nur der kultivierte Intellektuelle mit sinnvollen Konzepten und konsequenter Differenzierung, sondern auch der einfache Rassist, der seinen Rassismus zur Islamkritik umfirmiert hat, um seine Ablehnung fremder Menschen besser verkaufen zu können.

Dass Islamkritik eben nicht nur von einem genuinen Interesse an der Freiheit des Individuums getrieben sein kann, sondern auch durch harten Rassismus ist ein Faktum, das nicht zu verleugnen ist, weshalb ich es nicht nur in meinen Büchern bereits offen angesprochen und somit akzeptiert habe, sondern mich auch entschieden dagegen stelle.

Gleichfalls wäre es unsinnig zu behaupten, der Terrorist Anders Behring Breivik sei kein Islamkritiker gewesen. Natürlich war er es. Er war ein Extremfall, ein Verbrecher und ein Terrorist. Er war ein Islamkritiker, gegen den sich alle Islamkritiker mit aller Entschiedenheit stellen müssen. Hier zu behaupten, „Anders Breivik war kein Islamkritiker. Islamkritiker machen so etwas nicht.“ wäre zwar ein ein bekanntes Argumentationsmuster, aber zugleich zum Himmel schreiend lächerlich.

 

Eigene Dämonen müssen bekämpft werden

Eine gemeinsame und sinnvolle Zukunft können wir Islamkritiker jedoch nur dann mit den Muslimen aufbauen, wenn wir uns den Dämonen in unserer eigenen Mitte stellen. Statt die Verantwortung und jeden Zusammenhang mit den Rassisten und Verbrechern in unserer Mitte zu leugnen, müssen wir sie entschieden bekämpfen.

Entsprechend betone ich nicht nur fast täglich meine Differenzierung zwischen der Ideologie Islam und dem Individuum des Muslims, sondern positioniere mich auch deutlich und entschieden gegenüber Gewalt gegen Muslime. Ich schreibe und rede gegen die Extremisten in den eigenen Reihen genau wie gegen die auf der anderen Seite der Front. Ich werde dies auch weiterhin tun. Sollte ich jemals von einem Terrorplot gegenüber Muslimen erfahren, würde ich umgehend die staatlichen Behörden einschalten.

 

Auch Muslime müssen vor die Wahl gestellt werden

Ich bin jedoch der Überzeugung, dass man allen Menschen gegenüber die gleichen Maßstäbe anlegen muss, egal welcher Herkunft sie sind. Wenn jemand Muslimen gegenüber mehr Nachsicht zeigt als autochthonen Deutschen gegenüber, so ist er in meinen Augen nichts als ein Rassist. Weil er eben impliziert, Muslime seien Wilde, die eben nicht nach unseren hohen Maßstäben bewertet werden dürften. Ich sehe das anders.

Der sogenannte Islamismus, also der politische-, der radikale Islam, kommt aus der Mitte des Islams. Er ist ein integraler Bestandteil dieser Religion und findet seine Begründung in Koran, Sunna und den Hadithen. Selbst nach vorsichtigen Schätzungen hängen aktuell 20 bis 30 Prozent der Muslime dem radikalen Islam an. Von etwa 1,6 Milliarden Muslimen sind dies also lächerliche 320 bis 480 Millionen Menschen. Dazu kommen noch einmal sehr viele weitere, die diese Radikalen gewähren lassen, ihnen Sympathie gegenüber zeigen oder sie gar unterstützen, auch ohne selbst dem harten Kern anzugehören. Sei es wegen ihrer höheren Loyalität gegenüber der Umma, der „Gemeinschaft der Gläubigen“, zu denen sie diese Radikalen zählen oder aus Angst vor diesen Radikalen.

Das Pew Research Forum hat in einer Umfrage erschreckende Zahlen zutage gefördert, die „das ist nur eine kleine Minderheit“ über radikale Muslime als sinnloses Gefasel und pures Wunschdenken demaskiert.

Der "moderate" Teil des Islams.

Der „moderate“ Teil des Islams.

Dass der Islam also in seinem Kern ein erhebliches Problem mit den westlichen Werten hat, zeigt nicht nur diese Umfrage, sondern auch die „Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam„, die alle fundamentalen Menschenrechte verweigert.

Wenn aber ein gemeinsames Zusammenleben mittel- und langfristig friedlich ermöglicht werden wollen, bleibt uns keine andere Wahl als den Muslimen in unserer Mitte die Frage zu stellen:

„Liebe Muslime: Seid Ihr für uns oder gegen uns?“

Ein Dazwischen gibt es schlicht nicht. Entweder sie sind gegen den politischen Islam oder sie sind es nicht.

Wer den Islam als Rechtfertigung für Gewalt heranzieht, muss von allen bekämpft werden. Gerade auch von den Muslimen.

Wer den Islam als Rechtfertigung für Gewalt heranzieht, muss von allen bekämpft werden. Gerade auch von den Muslimen.

Es wäre im Interesse der Muslime selbst, den radikalen Islam zu bekämpfen

Der radikale Islam entspringt nicht nur aus der Mitte der Muslime, er erzeugt auch seine ersten Opfer und die meisten Opfer unter ihnen. Auch wenn Terroranschläge wie Nizza, Würzburg, Paris, Brüssel, New York, Orlando, Montreal, London, Madrid und viele weitere in unser Gedächtnis eingeprägt sind, so findet die überwiegende Mehrzahl der Anschläge doch tagtäglich in islamischen Staaten statt, mit Muslimen als Opfer.

Sie sind also nicht nur der fruchtbare Schoss, aus dem der radikale Islam entspringt, sondern zugleich auch der Körper, den dieser Krebs zerfrisst. Entsprechend gibt es für mich keinen nachvollziehbaren Grund, warum sie diese Pest nicht mit aller Entschlossenheit bekämpfen und ausrotten sollten. Damit wären sie unsere natürlichen Verbündeten und zugleich die ersten Kämpfer an dieser Front.

Der Erfolg des radikalen Islams, der sich ja erst im 20 Jahrhundert wieder wirklich ausgebreitet hat, belegt jedoch, dass die entscheidenden Teile der Umma ihn offensichtlich nicht als ausreichendes Problem sehen. Sie tolerieren ihn, sie instrumentalisieren ihn oder unterstützen ihn gar. Dies ist intolerabel und unentschuldbar.

Ich habe schon oft darauf hingewiesen, dass schon heute Muslime gegen den radikalen Islam kämpfen. Als Soldaten und Geheimdienstoffiziere mit der Waffe in der Hand, wie auch als Mütter, die den eigenen Sohn bei der Polizei melden. Oder wie Präsident al-Sisi von Ägypten, der in öffentlichen Reden den radikalen Islam gegeißelt hat. Diese Menschen müssen unterstützt werden, und zwar entschieden.

Allerdings dürfen wir es auch jenen Vertretern des Islams, die alle Schandtaten und Verbrechen aus der Mitte ihrer Religion mit der ewig gleichen Floskel „das ist nicht der Islam“ oder „das war kein Muslim“ beiseite wischen, dies nicht mehr durchgehen lassen. Das Übernehmen von Verantwortung und das Anerkennen der Existenz eines Problems ist essentiell für eine erfolgreiche Konfrontation und schlussendlich eine Lösung des Problems. Wer sich schon dem ersten Schritt, der Anerkennung eines Problems, verweigert und jeden Zusammenhang leugnet, der behindert eine Lösung. Wenn beispielsweise ein Aiman Mazyek nach Terroranschlägen nur ewig gleiche Floskeln eines Leugnen des Zusammenhangs mit seiner Religion und copy & paste Beileidsbekundungen als Reaktion kennt, dann ist er Teil des Problems und nicht ein Teil der Lösung.

Im Kampf gegen den radikalen Islam gibt es keine Grauzonen. Hier dürfen und müssen wir ein Bekenntnis und ein Engagement eines jeden Muslims erwarten. Wir dürfen und müssen es einfordern, weil wir schlicht keine andere Wahl haben.

 

 

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