Krieg ist gut für den Staat

Laut RTL ist die Mehrheit der Deutschen nach den Anschlägen von Paris für mehr Geld für die Polizei. Dafür wären sie auch bereit, mehr Steuern zu bezahlen. Aktuell gibt es rund 250.000 Polizisten in Deutschland.

Nehmen wir der Einfachheit halber an, jeder koste 100.000 im Jahr, auch wenn fast jeder Polizist von so einem Gehalt träumt, aber es gibt ja auch noch Pensionen, Beihilfe, Verwaltungsangestellte, aber auch Dienstkleidung und vieles Weitere, was ihre Kosten in die Höhe treibt.

Nehmen wir also 100.000 je Polizisten an, dann ergibt das 25.000.000.000 (25 Milliarden) Kosten pro Jahr, Bundesweit. Der öffentliche Gesamthaushalt betrug 2014 792,7 Milliarden Euro. Das bedeutet, gerade einmal 3,2 Prozent des öffentlichen Gesamthaushaltes wurden, bei meiner wohl sehr großzügigen Berechnung, für Polizeikräfte ausgebaut.

Polizei in Deutschland.

Polizei in Deutschland.

Dass die Mehrheit in diesem Lande bei einem so gewaltigen Haushalt und nur marginaler anteiliger Verwendung für die Sicherheit tatsächlich noch mehr Steuern fordert, kann einen zur Verzweiflung bringen. Würde es angesichts dieser Staatsquote nicht völlig ausreichen, ein wenig Geld umzuschichten? Können 25 Milliarden tatsächlich nirgends sonst eingespart werden, wenn man die Zahl der Polizisten verdoppeln wollte?

 

Der amerikanische Publizist Randolph Bourne schrieb „War is the Health of the State.“ Er meinte es wohl dahingehend, dass es nichts Besseres gäbe zur Aufblähung des Staates, als den Krieg. Er hatte Recht.

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