Hamster sind süß, aber kein Grund zur Panik

Die Meldung des vergangenen Wochenendes: „Die Regierung rät zu Hamsterkäufen“. Doch während die Tierchen wirklich süß und sicherlich ein nettes Haustier sind, ist das kein Grund, in Panik auszubrechen.

Süß, aber ungefährlich: Hamster

 

Vorsorge ist normal

Tatsächlich dachte ich immer, die Bundesregierung würde ohnehin den Ratschlag geben, sich für mindestens zwei Wochen Vorräte im Haus zu halten. Ich bin im Bayerischen Wald aufgewachsen, wo damals schon mal 12 Stunden Stromausfall im Winter und zwei oder gar drei Tage totaler Verkehrsausfall durch einen Wintersturm aus Böhmen relativ normal waren. Wir hatten damals sogar schulfrei. Von meinen Freunden in den USA weiß ich, dass jeder Zweite in etwa einen Stromgenerator hat und Vorräte sowieso.

Wenn also die Regierung jetzt dazu rät, sich Vorräte anzuschaffen, so sagt sie nur das Offensichtliche. „Legen Sie sich ein paar Sachen auf die hohe Kante, man weiß ja nie!“ Das bedeutet weder, dass die Regierung großangelegte Terroranschläge erwartet, die die Versorgung wochenlang lahmlegen könnten (das ist unmöglich), noch dass sie Naturkatastrophen epischen Ausmaßes erwartet (davor ist Deutschland ja sensationell gut geographisch gefeit), noch dass der Iwan demnächst kommt (das ist noch das am wenigsten unwahrscheinliche Szenario. Hier wird aber auch kein Vorrat retten können, sondern vielmehr eine Nachrüstung der Bundeswehr und eine effektive Abschreckung).

 

Also keine Panik schieben, alles ist in Ordnung. Ein paar Dinge für einige Tage sollte jeder zu Hause haben. So oder so. Und wenn es nur ist, damit man nicht wegen jeder Kleinigkeit einkaufen gehen muss. Kaufen Sie also nur Hamster, wenn Sie ein süßes Haustier wollen. Aber eine Selbstverständlichkeit auszusprechen, nämlich dass jeder für einige Tage Vorräte haben sollte, bedeutet keine „geheimen Informationen“ der Bundesregierung, die uns auf einen Krieg vorbereiten will.

 

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