Gutmensch!

Gutmensch ist nun also das „Unwort des Jahres“. Eine selbsternannte Kommission sucht dabei jährlich ein Wort aus, das ihnen nicht passt. Für den Rest von uns soll das dann wohl aussagen, dass wir es nach Möglichkeit nicht mehr benutzen sollen.

Nun, ich werde es weiter benutzen, auch wenn „Bessermensch“ ein passenderer Begriff wäre. Ein Gutmensch ist nämlich nicht nur ein

[naiver] Mensch, der sich in einer als unkritisch, übertrieben, nervtötend o. ä. empfundenen Weise im Sinne der Political Correctness verhält, sich für die Political Correctness einsetzt

wie der Duden schreibt.

Symbolbild

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Gutmenschen zueigen ist, dass sie sich und ihre Ansichten erhöhen. Seine eigenen Überzeugungen für besser zu halten zu halten als andere, liegt in der Natur der Sache. Ein Gutmensch vertritt sie jedoch aus der Position angemaßter moralischer Überlegenheit. Damit vertritt er nicht nur seine Positionen, was in einer pluralistischen Gesellschaft gut und richtig ist. Er vertritt sie, während er auf die anderen herabsieht. Nicht etwa nur, weil ihre Positionen als dümmer oder falscher empfunden werden, sondern weil ihre Vertreter moralisch verkommen sein müssen, um so etwas zu denken. Nicht etwa ihre Positionen sind schlecht, sondern die Menschen, die sie vertreten.

Wer sich also beispielsweise im Sommer gegen die massenhafte Aufnahme von „Flüchtlingen“ aussprach, vertrat für Gutmenschen keine legitime Position im Diskurs. Nein, gegen eine unbeschränkte Aufnahme der „Flüchtlinge“ konnte nur sein, wer ein richtig schlechter Mensch ist.

 

Gutmensch beschreibt diese Spezies wunderbar für mich, auch wenn tatsächlich „Bessermensch“ passender wäre, weil sie sich eben für besser halten. Daher werde ich das Wort auch weiter benutzen. Denn welches verbreitete andere Wort wäre auch besser geeignet, Menschen zu beschreiben, die die Emotio über die Ratio stellen und zwar stets das Gute wollen, aber allzu oft das Böse schaffen?

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Ein Gedanke zu „Gutmensch!

  • Wenn mir langweilig ist,
    frage ich eine Frau, ob sie schon mal Unrecht hatte. Sie, zB,
    http://maennerschmie.de/index.php/2016/01/12/klug-aber-herzlos/

    Gutmenschin Antonia Baum, und ihre feministischen Gedanken zur Willkommenskultur.
    WÄRE SIE NUR NICHT SO SCHLAU, oder vielleicht besser nur halb so schlau, sondern hätte dafür auch Herz, würde sie ihren Selbsthass fühlen. Entsetzlicher Gedanke, aber notwendig, gegen diese feministische Betrachtung, streng pc, zur Silvesternacht von Köln.
    Das Dümmste, das menschlich Verkrüppelste dieses linken, herzenskranken „Gut“menschen zeigt sich etwa in der Mitte des Artikels. Sie spricht mit einer… an die Kälte von KZ- Aufsehern erinnernden Gleichmut und Selbstverständlichkeit davon, sich und ihrer Schwester eine „Demut“ abzuverlangen, angesichts entgegenkommender Arabergangs besser auf den Boden zu schauen. Sich, sein Gesicht nicht zu zeigen. Um die Barbarei, ,,frauenfeindliche Gewalt“ nicht zu provozieren.
    Ich empfehle, sie sollten auch vorsichtshalber die Strassenseite wechseln, (viele tun das schon heute!!!) mindestens vom Gehweg in den Rinnstein. Das hatten wir schon mal. Und schon mal glaubten einige, dass Sie dafür von den neuen Herrenmenschen Respekt bekämen, Duldung, mindestens. War aber ein Irrtum, 6 millionenfach. Dies ist der Weg der Unterwerfung, wie ihn M.Houllebeq vorgezeichnet hat in seinem gleichnamigen Roman über den Untergang Europas,
    Diese Herzenskälte dem eigenen Fühlen gegenüber ist schon erschreckend genug, diese innere Zustimmung der eigenen Erniedrigung gegenüber nicht zu spüren, das aber auch noch von anderen zu VERLANGEN – das ist die individuelle und gesellschaftliche Krankheit in Medien, Bildung, Politik und Justiz. Das Nazi- Deutsche „Du sollst nicht [mit-] fühlen!“ (Alice Miller), die heute wie damals herzlose Überhöhung der Ideologie gegenüber dem individuellen Gefühl, Gewissen, die buchstäblich gnadenlose Unterwerfung des „fühlenden Ich“ unter den Zeitgeist, die charakterlose Attitüde des „autoritären Charakters“ (Erich Fromm)- hier feiert er fröhliche Urständ‘.

    Nebenbei zeigt sich hierin auch, dass die explizit feministisch denkende Autorin eben NICHT ein besonderes (feministisches) Selbstvertrauen hat aufbauen können, denn eine auf-„rechte“ Frau würde dieser Selbsterniedrigung nicht nur nicht zustimmen, sie käme gar nicht auf diese Idee.
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-angriffe-von-koeln-waeren-sie-nur-nicht-so-dumm-14004681.html
    Die Symptome der Krankheit „Political Correctness“ der feministisch- linken Frau. Ein Beispiel, Medienprofi Antonia Baum schrieb:
    „Diese Geschichte im Kopf“

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