Flüchtlinge sind unschuldig

Wer meine letzten Kommentare auf Facebook und hier nicht aufmerksam gelesen hat oder mich nicht gut genug kennt, der konnte vielleicht einen Eindruck gewinnen, der nicht den Tatsachen entspricht. Mein Problem bei der aktuellen Flüchtlingsproblematik liegt eben nicht bei den Flüchtlingen.

 

Der Spiegel, nicht die Lupe findet Problemquellen

Ich war lange genug Unternehmer, um eines zu lernen: Wenn etwas schiefgeht, dann wird man die Probleme nur dann beheben können, wenn man sie nicht mit einer Lupe, sondern mit einem Spiegel sucht. Zu viele Faktoren liegen weit außerhalb der eigenen Kontrollmöglichkeiten, sei es nun in einem kleinen Betrieb oder bei globalen Migrationsbewegungen. So wenig wie ich als Unternehmer eine globale Rezession ändern kann, so wenig kann Deutschland beispielsweise etwas an El Niño oder einer Dürre ändern.

Wenn heute also Deutschland förmlich mit „Flüchtlingen“ überrannt wird, so liegt die Schuld bei uns, nicht bei den Menschen, die herkommen.

Pursuit of Happyness ist ein Recht

In dem verlinkten vorherigen Artikel bin ich darauf eingegangen, dass fast alle Asylanträge illegal sind und die Mehrzahl der Asylbewerber weder verfolgt wird, noch Kriegsflüchtlinge sind. Stattdessen kommen Menschen aus sicheren Ländern zu uns, weil sie es besser haben wollen. Das jedoch kann ich niemandem verübeln. Die von mir sehr geschätzte USA hat das Recht auf „the pursuit of happyness“ in ihrer Unabhängigkeitserklärung stehen, weil es eben ein natürliches Recht des Menschen ist, sein Leben verbessern zu wollen. Entscheidend dabei ist jedoch, dass es aber eben nicht die Pflicht der anderen ist, ihm dabei, am Ende gar mit eigenem Geld, zu helfen. Wie sollte man es also jemandem verübeln wollen, der nach Deutschland kommt um es besser zu haben? Selbst wenn er aus Serbien, einem freien Land, kommt. Auch ein Serbe darf sein Leben verbessern wollen dürfen.

 

Der Fehler liegt bei uns!

Der Fehler liegt stattdessen bei uns, und bei uns allein. Solange in den armen Ländern des Balkans, des Nahen Ostens und Afrikas die Gewissheit zu herrschen scheint, dass man es nur nach Deutschland schaffen müsse, wo dann Milch und Honig fließen, solange werden die Menschen kommen, völlig ungeachtet eines Asylanspruchs oder eines Flüchtlingsstatus nach der Genfer Flüchtlingskonvention.

Solange auch sicher abgelehnte Asylbewerber über Monate hier bleiben und Taschengeld bekommen können, solange die Mehrzahl von ihnen auch bei einer Ablehnung nicht abgeschoben wird, solange sie zu wissen glauben, dass auch eine illegale Einreise eben keine Abschiebung bedeutet, solange werden sie kommen. Solange all dies zutrifft werden sie übrigens auch weiter in die Boote steigen und ertrinken, aber das ist ein von mir ja bereits mehrfach angesprochenes Thema, das ich „Mord im Mittelmeer“ nenne. Solange wir Leute aufnehmen und ihnen einen höheren Sozialhilfesatz bezahlen, als sie zu Hause mit ehrlicher Arbeit verdienen könnten, solange werden sie weiter kommen.

Wieso sollten sie es auch nicht tun? Jeder von uns will sein Leben verbessern. Durch einen besseren Job, durch eine schönere Wohnung, durch ein höheres Gehalt oder – wie ich selbst – durch Auswanderung. Das ist bei denen, die gerade kommen, nicht anders.

Wenn Deutschland nicht endlich seine Gesetze konsequent durchsetzt, wird diese Zuwanderung über den zumeist nicht gerechtfertigten Asylanspruch weitergehen. Weil Menschen nun einmal ein besseres Leben haben wollen und ihnen das auch nicht vorgeworfen werden kann.

 

Die Politik und Medien versagen

Das Problem besteht hierbei für mich alleine bei den Medien und der Politik, aber natürlich auch bei den Bürgern, die von diesen beiden Opportunisten keine Anpassung ihrer veröffentlichten Meinungen erzwingen. Aktuell sind die meisten als „Flüchtlinge“ bezeichneten Menschen keine wirklichen Flüchtlinge. Das wissen alle Beteiligten, gesprochen wird jedoch fast nicht darüber.

Ich habe gestern Ken Follets „Winter of the World“ durchgelesen. Dort legt der Autor einem seiner Charaktere zu den Flächenbombardements auf deutsche Städte, die als Angriffe auf Militärziele verkauft werden, völlig richtiggehend in den Mund: „Wenn es gerechtfertigt ist, dann sollten wir es so sagen. Wenn es nicht gerechtfertigt ist, sollten wir es nicht machen.

Aktuell findet eine Armutseinwanderung in ganz großem Stil statt. Für 2014 galt: Nur 1,8% der Asylbewerber sind berechtigt, nur weitere 24% sind Flüchtlinge, also nicht persönlich verfolgt, sondern nur auf Flucht vor Gewalt, wobei eine Rückkehr nach Ende der Gewalt vorgesehen ist.  Verkauft werden diese Einwanderer jedoch als „Flüchtlinge“, obwohl also nur ein Viertel es überhaupt ist. Das wäre so, als würde man alle Vereinsmitglieder von Clubs der Bundesliga als „Mitglieder des FC Bayern“ bezeichnen, weil der mit seiner Größe ja wohl auch etwa 1/4 der Mitglieder stellt. Oder erklären würde, die EU-Bürger seien Deutsche. Entsprechend ist die Bezeichnung all dieser „Zuwanderer über den Asylantrag“ als „Flüchtlinge“ entweder bewusste Irreführung oder Ignoranz durch Politiker und Medien. Dabei stellt sich aber die Frage: Warum?

Wenn man Armutszuwanderung will, dann kann man das doch auch offen sagen. Katrin Göring-Eckardt hatte auch keine Scheu, die Zuwanderung in die Sozialsysteme zu fordern.

Sind wir ein Land, das für Migrantinnen und Migranten offen ist, was Leute anzieht – die wir übrigens dringend brauchen, nicht nur die Fachkräfte, sondern weil wir auch Menschen brauchen, die in unserem Sozialsystem zuhause sind, und die sich hier auch zuhause fühlen können?

Anetta Kahane, Vorsitzende der grünen Amadeu-Antonio-Stiftung hatte keine Zurückhaltung, eine „rassische Aufmischung“ Deutschlands zu fordern.

Im Osten gibt es gemessen an der Bevölkerung noch immer zu wenig Menschen, die sichtbar Minderheiten angehören, die zum Beispiel schwarz sind.

Wo also ist das Problem? Beides sind legitime Positionen. Selbstverständlich dürfen Politiker (und Journalisten) es sich wünschen, dass in 50 Jahren ein guter Teil oder gar die Mehrzahl der Deutschen nicht mehr durch Sonnenbrand bedroht ist und dabei von Hartz 4 lebt. Aber hätten es die Wähler und Leser in diesem Land nicht verdient, dass alle mit der gleichen anerkennenswerten Ehrlichkeit vorgingen, wie die beiden Grünen?

 

Die Deutschen sind Schuld!

Kurzum: An all den Problem, die wir momentan haben, sind wir selber Schuld. Ob es viele tausend gewaltbereite Salafisten, ob es Fachkräftemangel, Steuerbelastung oder was auch immer ist. Die Schuld liegt immer hier auf unserer Seite. Wir sind es, die sich unfähig erwiesen, erfolgreiche Politiken und den entsprechenden Durchhaltewillen gegen diese Probleme zu entwickeln. Wir, allein wir. Entsprechend suche ich die Schuld an den aktuellen „Flüchtlingsmassen“ auch nicht bei den Flüchtlingen, die ihr Leben nur verbessern wollen. Nein, ich suche es bei uns Deutschen, die überhaupt erst die Anreize gesetzt haben.

Es hat nämlich sehr wohl seinen Grund, warum so viele illegale Zuwanderer ihren Asylantrag eben nicht im ersten Land der EU stellen, in das sie kommen, sondern nach Deutschland oder Großbritannien weiterreisen. Weil wir offensichtlich die entsprechenden Anreize setzen, Polen oder die Slowakei aber nicht.

 

 

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2 Gedanken zu „Flüchtlinge sind unschuldig

  • Hallo Herr Heinrich,
    danke, danke, danke, sie sprechen mir mit jedem Satz aus dem Herzen. Ich bin zukünftige Sozialarbeiterin in Neumünster und habe grade meine Bachelorthesis mit dem Thema, „Die aktuelle Lage der Flüchtlinge in Schleswig Holstein “ abgeschlossen, welche mir wegen genanntem Thema große Probleme an der Fachhochschule eingebracht hat. Ich wurde bei fast jedem Satz beschnitten, durfte bestimmte (seriöse) Quellen nicht zitieren und habe im Endeffekt ein Pamphlet abgeben müssen, dass so schon 1000fach verfasst und einfach in seinem Inhat nicht der Wahrheit entspricht, nur, um meine Urkunde zu erhalten und mein Studium endlich abschließen zu können. Ich habe zwischenzeitlich schon das Gefühl, ein rassistischer Hetzer zu sein, wenn ich bestimmte Themen anspreche, obwohl der größte Teil meines Freundeskreises aus (hart arbeitenden) Südamerikanern besteht! Ihr Blog zeigt mir, dass das Thema durchaus mit Hirn und Herz abgesprochen werden kann und ich nicht allein und den melitaneten „Flüchtlingshelfern“ bin. Nochmals danke dafür! Ich wünsche mir mehr solcher Beiträge!
    Ihre Luca

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