Es schmerzt weit mehr… – Margaret Thatcher ist tot.

als ich es mir nie hätte vorstellen können. Margaret Thatcher, die Iron Lady, ist verstorben.

An sich könnte es mir wohl egal sein. Sie war weit vor meiner Zeit Politikerin, das noch nicht einmal in meinem Heimatland. Wenn ich mich recht erinnere, war sie eine Gegnerin der deutschen Einigung, was ihr den Ruf verpasst hat, Deutschland und die Deutschen nicht zu mögen, gar zu hassen. Ob dies stimmt vermag ich nicht zu beurteilen, aber dass die Briten mit einer starken deutschen Kontinentalmacht ein Problem hatten, ist so alt wie Britannien selbst.

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Wieso kümmert es mich überhaupt?

Während ich diese Zeilen schreibe habe ich einen Kloß im Hals, mir ist nach gar nicht männlichen Tränen zumute. Ich kannte Margaret Thatcher als kongenialen Partner zu Ronald Reagan, weiter hat sie mich nur wenig interessiert. Immer wieder mal bin ich über eine ihrer Reden auf Youtube gestoßen. Natürlich habe ich auch den Film „The Iron Lady“ angesehen. Aber dass ich sie verehre, dass ihr Tod mir nahe gehen könnte, hätte ich nie gedacht.

 

Es herrscht schlicht Leere, wo sie war.

Diese Gefühle sind aufgekommen, nachdem ich mir anlässlich ihres Todes zahlreiche Videos mit Margaret Thatcher angesehen. Es sind ihre Reden, wo sie einen selbstbestimmten Bürger sieht. Wo sie, die Regierungschefin ihre eigene Institution im Hinblick auf die Bürger in Zaum halten und zurück nehmen will. Es zeigt sich das Bild einer Frau, die niemals auf die Idee gekommen wäre, den Bürger über 70% seiner Zeit für den Staat arbeiten zu lassen. Die niemals auf die Idee gekommen wäre, ihm das Rauchen zu verbieten und seinen Konsum von Zucker und Salz zu verringern – weil sie, der Staat, es besser wisse als der Bürger.

Auch in der höchsten Regierungsposition im Staate verlor sie nicht ihre Skepsis vor der Gewalt des Staates. Sie vergaß nicht, dass dieser kein eigenes Geld hat, sondern alles was ausgegeben wird auch erst seinen Bürgern abnehmen muss. Sie vergaß nicht, dass der Staat vorrangig an sich selbst und seine Institutionen denkt, nicht an die individuellen Wünsche und Vorstellungen seiner Bürger. Es sind diese Videos, die mir zeigen, was ich vermisse.

Natürlich, auch sie war nicht perfekt. Es werden sich einige Politiken finden lassen, die ich nicht billigen würde, aber einfach nur nicht kenne. Doch kann man ihr nicht vorwerfen, dass sie das Individuum und seine Rechte nicht geschätzt habe. Ihr kann man nicht vorwerfen, dass sie nicht die Interessen ihres Landes im Sinn gehabt hätte. Ihr wird niemand vorwerfen können, dass sie Erfolg bestrafen und Misserfolg konservieren wollte.

Wie könnte ich solch eine Erkenntnis haben, wie könnte ich mir Videos der „Iron Lady“ ansehen, ohne zu vergessen dass nichts, aber auch gar nichts, ihres Kalibers und mit ihren Einstellungen in unserem Land zu finden ist?

Es schmerzt wohl deshalb so sehr, dass es etwas gab, was ich niemals haben werde.. Ruhe in Frieden Margaret Thatcher. Ich zumindest werde Dich vermissen!

„We want a society where people are free to make choices, to make mistakes, to be generous and compassionate. This is what we mean by a moral society; not a society where the state is responsible for everything, and no one is responsible for the state“

Update:
Schauen Sie sich diese Wilden an, die den Tod Thatchers gefeiert haben!

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