Deutschland braucht die volle Wahrheit

Im Pressekodex des deutschen Presserates heißt es unter Ziffer 12.1:

Richtlinie 12.1 – Berichterstattung über Straftaten
In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht.

Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.

Dieser Paragraph ist Gift für Deutschland und für die Glaubwürdigkeit der Presse im Allgemeinen. Er sollte daher dringend umgeändert werden.

Die Wahrheit ist nötig.

Nach aktueller Vorgabe soll über die Hintergründe der Täter in Bezug auf Religion und Ethnie nur berichtet werden, wenn es „für das Verständnis“ notwendig ist. Das bedeutet, wenn ein Täter jemanden als „Drecks-Ungläubiger“ beleidigt und ihn dann zusammenschlägt, dann sollte die Presse erwähnen, dass der Täter ein radikaler Muslim war. Wenn sich dagegen zwei muslimische Asylbewerber prügeln, dann wird nur von einer Prügelei „mit zwei Männern“ berichtet. Dieses Praxis mag auf den ersten Blick verständlich sein. Tatsächlich schadet sie jedoch Deutschland.

Auch wenn es fraglich ist, ob der Hintergrund bei vielen Straftaten wichtig ist, ist es doch eine Anmaßung der Presse, ihren Lesern so Informationen vorzuenthalten. Zu mündigen Bürgern gehört, dass sie auch alle verfügbaren Informationen erhalten können.

Nur wenn volle Transparenz besteht, können Probleme erkannt werden. Nur wenn sie erkannt wurden, kann eine Debatte darüber stattfinden. Und erst nach einer Debatte kann eine Lösung gefunden werden.

Eine immer erfolgende Nennung von ethnischen und religiösen Hintergründen täte Deutschland gut.

Eine immer erfolgende Nennung von ethnischen und religiösen Hintergründen täte Deutschland gut.

Wenn sich also nun zwei Asylbewerber prügeln, dann kann es einfach nur eine Schlägerei unter gestressten Männern sein. Es kann aber auch andere Hintergründe haben. Strukturelle Probleme können dabei allerdings nur erkannt werden, wenn die ethnischen und religiösen Hintergründe immer genannt werden. Erst dann fällt auf, dass sich eine bestimmte Volksgruppe, beispielsweise Niederbayern (ich will ja nicht nur von Zuwanderern reden), ständig prügeln. Nur wenn jedes Mal alle Informationen geliefert würden, könnte auch erkannt werden wie groß – oder auch klein – der Anteil von „migrantischen“ Tätern tatsächlich ist.

Eine volle Transparenz würde also nicht nur helfen Vorurteile abzubauen, sie würde auch die Lösung von strukturellen und soziokulturellen Problemen ermöglichen.

 

Der Presse täte es auch gut

Ein weiterer Aspekt ist, dass es der Glaubwürdigkeit der Presse selbst dienen würde. Im Pressekodex heißt es „wenn […] ein begründbarer Sachbezug besteht“. Wie und ob er begründet wird, obliegt dabei jedem Medium selbst. Es gibt ja keine Zentralstelle, die das bewertet.

Somit lassen sich zu fast jeder Straftat Zeitungen finden, die die ethnischen oder religiösen Hintergründe von Straftaten nennen, während andere sie nicht nennen. Blogs wie das berühmt-berüchtigte PI-News leben davon, solche Meldungen zu sammeln um dann mit den in einem „Lügenpresse“ genannten Hintergründen den anderen „Lügenmedien“ nachzuweisen, dass sie etwas verheimlichen.

Würden Medien stattdessen immer die Hintergründe nennen, hätten solche Blogs ihren Einfluss praktisch über Nacht verloren.

Gerade weil sich eben durch den Vergleich verschiedener Medien immer wieder beweisen lässt dass ein Teil die Hintergründe nicht nennt, hat sich zumindest in einem Teil der Bevölkerung etabliert, „zwischen den Zeilen zu lesen“. Wenn Berichte ohne Nennung der Hintergründe und ohne Namen, also ohne „der 24jährige Thomas P.“ sondern nur „der Täter“, abgedruckt werden, sehen diese Kreise darin inzwischen praktisch einen Beleg, dass die Täter Migranten waren.

Dies erzeugt ein umfassendes Misstrauen gegenüber den Medien, da sie ja mit ihrem Verschweigen den Leser belügen, so die Interpretation. Würden ethnische und religiöse Hintergründe also immer genannt werden, so könnten nicht nur in bestimmten Gruppen vorherrschende Häufungen von Straftaten erkannt und abgestellt werden, sondern auch die Glaubwürdigkeit der Presse erhöht werden. Dies sollte im Interesse aller Beteiligten liegen.

Scan to Donate Bitcoin
Like this? Donate Bitcoin to at:
Bitcoin 1D2BxgGcNPMCKu1rrjF9Kqa4Na8pzgogGv
Donate

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.