Das eine Prozent Superreiche sind wir!

Oxfam hat bekannt gegeben, dass nun 1% der weltweiten Reichen weltweit 50% des Vermögens besitzt. Dies nutzen Vertreter fast aller politischer Ausrichtungen, um nach mehr Regulierungen, mehr Steuern, Enteignung und mehr „Umverteilung“ zu schreien. Dabei ist der Ansatz völlig falsch. Entscheidend ist nämlich nicht, wie reich das eine Prozent der Superreichen ist, sondern wie leicht man selbst reich werden kann. Dies geht nur im Kapitalismus. Je reiner, desto leichter.

 

Wir sind die 1 %!

Wussten Sie, dass Sie eine gute Chance haben, selber dieses eine Prozent zu sein? Das eine Prozent ist nämlich weltweit bezogen. Zumindest wenn es um Einkünfte geht, ist es nicht sonderlich schwer, zu dem 1 % Topverdienern weltweit zu gehören. Hier genügt bereits ein Jahreseinkommen von 34.000 Dollar, oder rund 29.000 Euro. In Deutschland betrug das Durchschnittseinkommen 2013 31.089 Euro. Wer also jetzt wegen der Oxfam-Aussage nach Enteignungen (ob direkt oder über Steuern) ruft, der fordert auch die eigene Enteignung.

 

Reiche sind gut

Dass eine solche Studie überhaupt soviel Wirbel macht, liegt an der Neidkultur und der grundsätzlichen Affinität in Richtung Sozialismus meiner deutschen Landsleute. Tatsächlich sind Reiche nämlich kein Problem, sondern eher die Lösung. Investitionen benötigen Kapital. Allein die Kumulierung von Kapital ermöglicht diese Investitionen. Wo sonst sollte das Geld für Maschinen einer neuen Fabrik herkommen? Banken sollen nach Wunsch der Mehrheit ja ebenfalls strengstens reguliert werden und möglichst keine Risiken mehr eingehen.

Große Würfe sind aber praktisch per Definition außergewöhnlich und neuartig. Somit sind sie mangels Erfahrungswerten nicht berechenbar und damit wiederum kaum kreditwürdig. Gleichzeitig sind sie es aber, die den Fortschritt am weitesten vorantreiben. Wo wäre die Welt heute ohne Youtube und Facebook, ohne Amazon und eBay und ohne Tesla und Space X?

Dazu weiß jeder, dass man auch für Kredite weit mehr braucht, also nur eine Idee, nämlich Eigenkapital. Dieses wiederum muss von Investoren kommen, ob nun von einem selbst oder von einem „Reichen“. Ansonsten versuchen Sie einmal, ohne signifikantes Eigenkapital von der Bank einen Kredit für eine Gastronomie zu erhalten. So gut das Konzept ist, Sie werden nichts bekommen. Ein Kapitalgeber hingegen hat „Risikokapital“ und kann sich durch sein Bauchgefühl zur Investition bewegen lassen, da er für sein Geld selbst verantwortlich ist. Eine Bank kann das nicht.

Unternehmensgründungen sind also in wesentlichem Maße von Reichen und Wohlhabenden abhängig. Unternehmen sind es jedoch, die Arbeitsplätze schaffen und damit Arbeitslosen Selbstachtung, ein Auskommen und Wohlstand ermöglichen.

Selbst wenn der Staat subventioniert, was für sich ja nichts anderes ist, als Steuerzahlern verdientes Geld wegzunehmen und es mit sehr hoher Ineffizienz (Stichwort Prozesskosten) anstelle der Steuerzahler zu investieren, kommt immer noch die Mehrzahl der Einkommenssteuer von den „Reichen“. Genau genommen bezahlen die „reichsten 20%“ über 70% der Einkommenssteuer.

 

Reiche können anspornen

Auch wenn es der deutschen Mentalität völlig zuwider läuft: Reiche können auch zu höheren eigenen Leistungen anspornen. Zu sehen, dass andere sich tatsächlich vom „Tellerwäscher zum Millionär“ hochgearbeitet haben, ist eine gewaltige Motivation, selbst etwas zu leisten. Allerdings nur, wenn man Reiche nicht als menschliche Pest und als etwas Verachtenswertes sieht, weil man völlig von Sozialneid zerfressen ist. Aber dazu müsste man Reichtum natürlich nicht als Ärgernis, sondern als einen erstrebenswerten Status ansehen.

 

Wie Reich Warren Buffett ist, ist egal

Dabei ist es völlig egal, ob Warren Buffett fünf, fünfzig oder fünfhundert Milliarden sein Eigen nennt. Für Sie und mich macht dies keinen Unterschied. Entscheidend muss nur die Frage sein, ob wir selbst so etwas auch erreichen können.

Gerade wenn wir uns die Superreichen der Neuen Welt ansehen, so ist der Großteil davon Selfmade-Milliardäre. Ob Bill Gates, Mark Zuckerberg oder der verstorbene Steve Jobs – all diese Milliardäre haben ihren Reichtum erarbeitet.

Möglich war ihnen dies nur, da das Wirtschaftssystem „kapitalistisch“ war. Wer Aufgrund der Oxfam-Studie also höhere Steuern, Umverteilung oder Enteignung wünscht, der nimmt allen Menschen genau diese Möglichkeit, selbst zu Wohlstand und zu Reichtum zu kommen.

Entscheidend ist nämlich nicht, wie reich Warren Buffett ist, sondern ob man es selbst werden kann. Je kapitalistischer das Wirtschaftssystem, desto größer ist diese Chance – zumindest wenn man es auf legalem Wege versucht.

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11 Gedanken zu „Das eine Prozent Superreiche sind wir!

  • So ein ausgemachter Unsinn. Warren Buffet, Mark Zuckerberg und Bill Gates haben sich das also alles selbst erarbeitet, ja? Und sie sind dabei von der selben Ausgangssituation gestartet wie die 6,3 Mrd Menschen, die nicht zu dem reichen 1% gehören? Alle haben die Gleichen Chancen, meines Sie? Das ärmste Prozent ist demnach einfach nur nicht motiviert genug?
    Ernsthaft? Oder versuchen Sie hier nur zu provozieren?
    Bill Gates Eltern: „wohlhabender Rechtsanwalt“ und Lehrerin -> Harvard
    Mark Zuckerbergs Eltern: beide Ärzte mit gutem Einkommen -> Harvard
    Warren Buffetts Eltern: Broker und Kongressabgeordnete -> gleich drei verschiedene Topunis
    Es ist der ererbte Reichtum und ein System, das zulässt, dass Bildung für viel Geld angeboten werden darf, anstatt allen gleiche Chancen einzuräumen, der diese Herren zu dem machte was sie sind.
    Auf diese Weise stellt das reiche 1% sicher, unter sich zu bleiben und während die ach so fleißigen Herren an ihren Eliteunis Kontakte zu den Kids der anderen Superreichen aufbauen – denn aus denen werden ja schließlich auch hochrangige Politiker, CEOs und dergleichen, mit denen man später Geschäfte machen will – muss der kleine Malik in Afrika sich zu Beginn des Tages erst Gedanken machen, wo er nur einen Schluck einigermaßen sauberes Trinkwasser herbekommt, damit er den 10 km – Marsch bis zur nächsten Schule überlebt, wo er wenn er Glück hat, Lesen und Schreiben lernt, bevor eine Bande Warlords die Schule demnächst wieder dem Erdboden gleichmacht.
    Wenn er Glück hat und Mr Buffet demnächst mal wieder etwas Geld in die nahegelegene Diamantenmiene investiert, kann Malik ja dort ohne Lese-/Schreibfertigkeiten sein Glück machen und selber stinkreich werden. Er muss nur richtig wollen, oder?
    Bitte geben Sie zu, dass Ihr Artikel nicht ernst gemeint war, bitte, bitte!

    • Harvards Studenten sind sehr unterschiedlicher Herkunft. Darunter sehr viele, deren Eltern nicht in Harvard waren, sondern die über Stipendien oder Kredite den Besuch finanzieren.

      Aber das Selbstmitleid und der Hass auf Erfolgreiche ist eben genauso charakteristisch für den Sozialismus, wie das fehlende Selbstbewusstsein.

      Dazu bedeutet es allerhöchstens, dass ich schlechte Beispiele gewählt hätte. Markus Persson (Minecraft) wäre eine Option, Richard Branson oder Elon Musk wären andere. Auch die Albrecht-Brüder waren nicht in harvard und alle elterliche Hilfe war ein kleiner Krämerladen.

  • Man sollte mal überlegen wieso diese Herrschaften so reich geworden sind und dann wird man schnell darauf kommen, dass diese gar nicht so „hart“ dafür gearbeitet haben, also nicht deren Arbeitsleistung hat das große Vermögen gebracht sondern diese haben schnell Kapital für sich arbeiten lassen, also sehr schnell den Weg zur Transformation gesucht. Begünstigt natürlich durch ein kapitalistisches Umfeld. Anders ist es ja nicht zu erklären, wie man eine Firma die keinen Euro Gewinn macht mit Millionenbeträgen ausstattet wie bei Facebook. Aus Arbeit Kapitalwerte zu generieren ist also die einzige Handlung die den Reichtum ermöglicht hat. Buffet nebenbei, hat es in Perfektion verstanden Kapital anderer Leute zum Aufbau seines eigenen Vermögens zu nutzen. Meiner Meinung nach ist dies auch der einzige Weg zu großem Reichtum. Dies wiederum ist nur denen vergönnt, die es sich erlauben können ihr tägliches Leben, Ausbildungen, und sonstige Investitionen nicht aus der erbrachten Arbeitsleistung bestreiten zu müssen und da könnte die „Ungerechtigkeit“ ansetzen bzw. hier zeigt sich doch das eben nicht alle die gleiche Chance haben. Daneben kommt das Netzwerk je besser in einem kapitalistischen Umfeld vernetzt umso einfacher ist es doch Kapital aufzubringen und da spielt das Elternhaus schon eine Rolle. Wenige Ausnahmen dieser selfmade Leute haben dies alles nicht gehabt und waren einfach clever. (Z. Bsp. der Alibaba Gründer der einfach früh das Potential im Ecommerce erkannt hat) Auch das ist möglich wird aber immer nur wenige Ausnahmen betreffen. Insgesamt ist gegen Reichtum nichts einzuwenden, weil man auch mal Bedenken sollte das bspw. ein 5 Sterne Hotel so viel Personal beschäftigt wie vermutlich mindestens 10-15 3 Sterne Häuser. Dies ist eben auch eine Seite der Medaille, die oft vergessen wird.

    • Facebook macht seit Jahren Gewinn.

      Dazu denken Investoren langfristig, finanzieren also auch defizitäre Firmen, wenn sie dort später hohe Renditen erwarten. Amazon ist so ein Beispiel.

      Wer fremdes Kapital nutzt um sein eigenes zu mehren, der muss zwangsläufig, sofern er kein Räuber ist, die Eigentümer des fremden Kapitals ebenfalls wohlhabender machen. Das nennt sich Risikokapital, Investment und Kredit.

    • Genau genommen seit 2009. Es ging hier vielmehr um die Zeit davor und da wurde Facebook bereits mit Millionen überschüttet obwohl Millionen Verluste anfielen. Und wie geschrieben geht sowas in einem kapitalistischen Umfeld. Aber nicht jeder erhält diese Finanzierungen oder hat die Chance darauf. Es sollte nur mal darauf hingewiesen werden, was sich hinter „haben ihren Reichtum erarbeitet“ verbirgt.

    • Solche Finanzierungen erhält man mit einem guten Konzept. Wer keines hat, bekommt sie auch nicht – oder zumindest nur, wenn er einen dummen Investor findet.
      Der wunderbare Markt eben.

    • Ich schreibe jedoch vom weltweiten Vergleich.
      Unsere „Armen“ sind reicher als der Großteil der Weltbevölkerung.

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