Das Bargeldverbot ist ein Generalangriff auf die Freiheit

Die Sau vom Bargeldverbot wird immer wieder durchs Dorf getrieben. Aktuell setzt sich die SPD nicht nur für ein Verbot von 500 Euro Scheinen, sondern auch von Bargeldkäufen über 5.000 Euro ein. Die Argumente gleichen sich immer wieder. Es soll gegen die Kriminalität, wahlweise auch den Terrorismus vorgegangen werden. Das tatsächliche Ziel ist jedoch der Bürger.

 

Vorgeschobene Gründe

Immer wieder wird kolportiert, der 500 Euro Schein diene vor allem kriminellen Handlungen. Würde man ihn verbieten, so würde der normale Bürger überhaupt nichts davon mitbekommen, lediglich Kriminelle könnten ihn dann nicht mehr benutzen. Ein weiterer Vorschlag ist das Verbot von Barzahlungen über 5.000 Euro. Auch hiermit will die SPD „kriminelle Aktivitäten“ bekämpfen. Nun, wen von uns sollte das schon stören, oder nicht?

Wer sollte schon etwas gegen die Bekämpfung von Kriminalität und Verbrechen haben? Eigentlich ja keiner, oder? Dennoch wäre es unverantwortlich, sich hier von der Politik und unkritischen Medien einlullen zu lassen. Ganz davon abgesehen, dass auch ich in Augen der SPD wohl etwas Kriminelles getan habe, als ich mein Auto vor vier Jahren bar bezahlt habe. Gut, der Kauf eines Dacia war in der Tat fragwürdig, aber eben nicht kriminell. Tatsächlich liegt die Stoßrichtung hier jedoch völlig anders.

 

Es geht um Kontrolle und Überwachung

Eine Obergrenze von 5.000 Euro bei Barzahlungen bedeutet nichts anderes, als dass der Staat seine Kontrolle über die Bürger weiter ausweitet und ihn mittels „nudging“ zur Kartenzahlung erziehen will. Sind die 5.000 Euro Barzahlungsobergrenze erst einmal etabliert, ist mit einer kontinuierlichen Reduzierung zu rechnen. Sei es durch Beschlüsse oder durch die Inflation. Am Ende soll der Bürger zum vollständigen Wechsel zu Kartenzahlungen genötigt werden. Je mehr Barzahlungen verboten werden, desto mehr gewöhnt er sich ja auch daran. Gleichzeitig erlaubt eine Reduzierung der erlaubten Bargeldzahlungen auch eine Reduzierung des anmeldefreien Bargeldbesitzes bei der Überquerung von Grenzen. Schließlich „braucht man es ja nicht mehr“.

Schafft der Staat es jedoch das Bargeld zu vertreiben, so gewinnt er dramatisch an Kontrolle über den Bürger. Gibt es tatsächlich kein Bargeld mehr, wie wollen Sie sich dann zahlungsfähig halten, wenn der Staat über Nacht ihre Konten sperrt? Sei es, weil er Sie mit einer (vorgeschobenen) Anklage bedenkt oder weil er wegen seiner Staatsverschuldung Privatvermögen einzieht? Vorexerziert wurde es ja bereits gerade erst vor kurzem mitten innerhalb der EU und der Euro-Zone. Wenn Sie alles mit Karte bezahlen, liegt auch alles Geld unmittelbar im Zugriffsbereich des Staates!

Doch Sie sind nicht nur dem Staat völlig ausgeliefert, er kann Sie auch in furchteinflössender Art und Weise überwachen. Wird erst jeder Einkauf mit Karte bezahlt, so lässt sich mit Leichtigkeit ein Bewegungsprofil erstellen. Aber auch eines, wofür Sie Geld ausgeben. Der Staat kann so auch herausfinden, ob und wie viel Alkohol Sie kaufen. Ob Sie sich gesund ernähren. Ob Sie an unliebsame Personen oder Parteien Geld spenden. Ob Sie defätistische oder gefährliche Literatur kaufen. Vielleicht finden Sie sich bald auf einer no-fly-List wieder, weil Sie dummerweise Chemie studieren und über die Herstellung von Sprengstoffen eine Seminararbeit geschrieben haben, wozu Sie passende Bücher kaufen mussten?

Doch es geht noch weiter: Auch alle Ausgaben im, sagen wir mal „fragwürdigen“ Bereich sind damit überwachbar. Dem Nachbar 200 Euro dafür geben, dass er Ihnen beim Verlegen der Fliesen im Bad hilft, geht dann nicht mehr. Zumindest nicht, ohne dass der Staat es erfährt und versteuern kann. Wenn die 12 jährige Tochter des Nachbarn bei Ihnen putzt um ihr Taschengeld aufzubessern, so wird das Bezahlen auch etwas schwierig. Waren Sie in einer Discothek am Abend bevor Sie sich krank gemeldet haben und haben erst um 7 Uhr das Taxi nach Hause bezahlt? Der Staat weiß es! Gehen Sie gar in einen Stripclub oder ein Bordell, so mag das entsprechende Unternehmen es schaffen, mittels Verschleierung des Verwendungszwecks diesen Besuch auf ihrem Kontoauszug selbst geheim zu halten. Nicht aber gegenüber dem Staat. Die so verfügbaren Informationen sind gigantisch und beängstigend. Das Potential für Überwachung und Unterdrückung wird geradezu grenzenlos. Denn was passiert, wenn der BND oder der Verfassungsschutz zu Ihnen kommt und Ihnen damit droht, Ihrer Ehefrau die Abbuchungen auf Ihrem Konto zu erklären, wenn Sie nicht genau das tun, was er wünscht? Oder aber die Mafia, die mit einem Hacker an diese Daten gekommen ist?

Doch selbst wenn das totale Bargeldverbot nicht kommt, gibt es dem Staat beängstigende Mittel in die Hand. Ein Höhenlimit für Barzahlungen wird gerade erst diskutiert. Kommt die 5.000 Euro Grenze, so ist naturgemäß eher mit einer Absenkung, denn mit einer Erhöhung zu rechnen. Auch wenn dann das Barzahlen weiterhin möglich sein sollte, so liefern Sie dem Staat doch wertvolle Informationen, wenn Sie ständig außergewöhnlich viel Geld abheben. Vielleicht sind Sie ja Terrorist, weil Sie ihre Spuren verwischen wollen? Vielleicht beschäftigen Sie ja Schwarzarbeiter? Vielleicht kaufen Sie ja Drogen oder Waffen? Ihr so auffälliges Profil wird dem Staat nicht entgehen. Haben Sie wirklich überhaupt nichts zu verbergen, dass Sie eine Telefon- Internet und Personenüberwachung rechtfertigen wollen? Dass irgendwo Protokolle über Ihre Tätigkeiten erstellt werden, inklusiver aller noch so privaten und schmutzigen Details?

Geld

Nur Bares ist Wahres. Ein Bargeldverbot ist ein unmittelbarer Angriff auf die Freiheit des Einzelnen!

 

Die Geschichte muss eine Lehre sein!

Hört sich das fantastisch an? Wie eine völlig wahnsinnige und paranoide Zukunftsfantasie? Nun, als Juden, Kommunisten und Sozialisten nach dem „Gesetz über Schusswaffen und Munition“ vom 12. April 1928 ihre Waffen gesetzestreu registrierten, hatten Sie vermutlich auch nicht gedacht, dass eine blutrünstige Diktatur nur fünf Jahre später vollen Zugriff darauf hätten und so die Juden in Deutschland gezielt entwaffen würde können, bevor mit ihrer Ermordung begonnen wurde.

Wir können alle nur hoffen, dass unser Land nie wieder zu solch einem Wahnsinn zurückfindet, doch auch wenn nicht, bleibt ein dramatisches Missbrauchsrisiko. Nicht nur, dass der Staat auf Dauer immer alle Informationen nutzt, die ihm zur Verfügung stehen. Sei es mit einem Vorwand wie dem Terrorismus oder auch nur zur Strafverfolgung.

Doch selbst wenn der Staat keinen Missbrauch betreibt, so liegen die Daten ja vor. Wer verhindert, dass ausländische Geheimdienste sie abgreifen und sie für Erpressungen oder gar Anschläge nutzen? Wer verhindert, dass Arbeitgeber oder spezielle Dienstleister an sie gelangen, die daraufhin potentielle Alkoholiker „entlarven“ und so jeden Beruf verunmöglichen? Wer verhindert, dass Hacker diese Daten erbeuten und Sie damit erpressen?

 

Eigentum ist der Schlüssel zur Freiheit

Eigentum ist, was uns Freiheit gibt. Nur wenn wir Geld übrig haben, können wir unabhängig vom Staat sein. Nur dann sind wir nicht auf seine Almosen angewiesen, die er uns jederzeit nach Belieben unter einem Vorwand entziehen kann. Nur dann haben wir die Möglichkeit, eine Opposition zu unterstützen oder auch mit Sack und Pack ins Ausland zu gehen, ohne dort an der Grenze wegen völliger Mittellosigkeit abgewiesen zu werden.

Dabei ist eines sicher. Ein Verbot von 500 Euro Scheinen und Barzahlungen über 5.000 Euro wäre unter Garantie nur der Anfang. Daher, und das kann ich nicht genug betonen, darf man hier keinen Fußbreit nachgeben. Unter keinen Umständen darf man es akzeptieren, dass „500er ja eh nicht gebraucht werden“ und „man ja eh kaum etwas über 5.000 Euro kauft.“ Es ist immer nur der Anfang. Es ist die Geschichte des Frosches, den man in einen Topf mit kaltem Wasser setzt, wo er sich kochen lässt, weil er die Erhöhung der Temperatur nicht bemerkt, während er aus einem Topf mit kochendem Wasser sofort springen würde!

Da das Bargeldverbot unmittelbar auf eine Kontrolle des Bürgers abzielt und ihn somit den Launen des Staates und seiner Regierung unterwirft, muss man mit aller Kraft dagegen opponieren. Nicht zuletzt, weil es gegen die Kriminalität weitestgehend sinnlos sein wird. Es gibt wohl über 160 Währungen weltweit. Auch wenn sich nicht jede davon für illegale Geschäfte eignen wird, so bleiben doch Dutzende zur Auswahl, mit denen Straftäter und Terroristen hantieren können. Dazu kommen dann auch Sachgüter, Edelmetalle, Diamanten oder Bitcoin. Was dann wiederum einen wunderbaren Vorwand für Devisenkontrollen ergeben kann, „weil ja nur Kriminelle viele Devisen brauchen“. Schon gibt es ein weiteres Mittel, um eine Flucht aus dem Euro zu verhindern. Aus dem Euro, den die EZB gerade zum Ankauf von Staatsanleihen und damit zur de facto Finanzierung von Haushalten mit der Druckerpresse nutzt.

Egal welchen Vorwand die Regierenden auch bringen mögen, das einzige Ziel wird der Bürger bleiben, wie auch der einzige davon wirklich Betroffene. Zumal er im Falle eines Negativzins auch rein gar nichts dagegen wird machen können. Sein Geld liegt auf dem Konto. Scheine gibt es in so einem Fall ja nicht mehr.

 

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2 Gedanken zu „Das Bargeldverbot ist ein Generalangriff auf die Freiheit

  • Gerade weil man die Auswahl zwischen den anderen Währungen hat, ist das absolut kein Einschnitt in die Freiheit. Genauso wenig wie diese Überwachungsgeschichte – man schreibt es und geht dann mit seiner Payback- /Deutschland- /sonstige Markt- Karte einkaufen. Herzlichen Glückwunsch!

    Und wenn man nicht gerade mit Bargeld zahlt stellt man es großkotzig auf Facebook /Google+ /WhatsApp / Twitter … (Wie wir alle wissen, gehen die alle sehr vorsichtig mit unseren Daten um!)

    Natürlich ist es egal ob ich 20.000 € mit 500€-Scheinen bezahle oder mit 5€-Scheinen, es interessiert auch keine Sau wie ich mein Auto bezahle, da ich es später eh anmelden muss. Der einzige und richtige Hintergrund ist, den Geldverkehr zwischen Deutschland und dem Ausland zu erschweren. Denn 20.000 € in 500ern (40 Scheine) ist wesentlich platzsparender als z.B. 100 x 200€-Scheine.

    Ansonsten wird die Schwarzarbeit damit nicht bekämpft, genauso wenig wie der Drogendealer am Bahnhof dadurch behindert wird und der Nachwuchs kann auch noch von Oma und Opa einen kleinen Zuschuss erhalten.

    Das Märchen mit dem Pleitestaat ist auch nicht durchdacht, weil wenn wir in Deutschland jemals in so eine Not kommen sollten ist der Euro an diesem Tag nichts mehr Wert! Dann nützt es auch nichts wenn ich den Keller voller 500er habe – hier könnte man auch einen Rückblick in die direkte Nachkriegszeit machen. Der Unterschied ist einzig und allein der Brennwert eines Geldscheins und einer Plastikkarte!

    Also wo ist dann das Problem?

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