Buchrezension zu „Worm: Der erste digitale Weltkrieg“ das Buch zu „Conficker“ von Mark Bowden

Im Jahr 2015 will ich endlich mal meinen großen Haufen an nicht gelesenen Büchern abarbeiten, wobei ich dem Stapel auch einige Sachbücher und Klassiker hinzugefügt habe. Teil der Leseliste für 2015 ist auch „Worm: Der erste digitale Weltkrieg“ von Mark Bowden. Er behandelt den Kampf von Sicherheitsexperten gegen den Wurm Conficker.

 

Spannend und informativ

Das Buch ist kein Roman, sondern eigentlich nur einer Erzählung der Geschichte des Kampfes einer ganzen Reihe von Experten gegen einen Wurm, dessen Urheber bis heute nicht identifiziert wurde. Auf einem Sicherheitsleck bei Windows aufbauend schufen wohl mehrere absolute Experten einen Wurm, der in seiner Finesse und in seinen Fähigkeiten überragend war – und ist. Zwei Updates des Wurms erschienen binnen weniger Monate und gehen noch heute um!

Auch wenn das Buch nicht als Roman geschrieben ist, liest es sich doch ähnlich fesselnd. Auch ohne selbst wirkliche Kenntnisse über Computersicherheit zu haben, kann der Leser der Handlung und den Ereignissen folgen, was Bowdens Fähigkeiten zu erzählen geschuldet sein dürfte. Dabei wird nicht nur der monatelange Kampf gegen einen Wurm mit unglaublichem Zerstörungspotential erzählt, gleichzeitig lernt der Leser auch eine Menge über die Verletzlichkeit des eigenen Rechners und die Verletzlichkeit der heutigen Infrastruktur.

Wer hätte beispielsweise geahnt, dass 2009 tatsächlich jemand (er wurde wohl nie gefasst!) hunderte USB-Sticks auf dem Parkplatz des Pentagon verstreute und sich ein dummer Mitarbeiter fand, der einen der USB-Sticks aufsammelte und im Pentagon in einen Computer steckte? Der Speicherstick erhielt übrigens einen Wurm, der daraufhin das geschlossene Netzwerk des Pentagons infizierte.

Von uns weitgehend unbemerkt findet bereits ein weltweiter Konflikt statt, der nur selten solche Wellen schlägt wie der Hacking-Angriff von Nordkorea auf Sony. Und das beeindruckende ist: Conficker ist noch heute aktiv, wenngleich die Zahl der von ihm infizierten Rechner inzwischen auf nur noch 6 Millionen aktive Computer zurückgegangen ist. Das ist aber immer noch genug um mit einer DDoS-Attacke dramatischen Schaden anzurichten.

Fazit: Lesenswert!

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